Ein Kreuz, Fußball und Gewalt

Foto: WAZ FotoPool
Die orangefarbige Plastik steht jetzt im Althoff-Stadion Welper: Schüler fordern Gerechtigkeit und Frieden im Sport

Hattingen.. Kreuz und Fußball – passt das zusammen? Die Gesamtschüler der Klasse 8c zeigen: auf jeden Fall. Viele von ihnen spielen in einem Verein, andere sehen sich Fußballspiele gerne an. „Doch die Gewalt dort nimmt immer mehr zu“, bedauern die 13-Jährigen Djemo und Hakan. Sie wurden schon oft selbst bei Wettkämpfen gefoult und haben miterlebt, wie Zuschauer sich gegenseitig beleidigen oder sogar eine wütende Mannschaft nach dem Spiel auf die andere losgeht.

Deshalb möchten sie mit dem orangefarbigen Kreuz des Künstlers Holger Vockert ein Zeichen setzten, eine Botschaft vermitteln. Während der Passionszeit wird die drei Meter hohe und rund 80 Kilogramm schwere Plastik an verschiedenen Orten platziert, die Klassen der weiterführenden Schulen aussuchen dürfen. Die Klasse 8c der Gesamtschule hat das Kreuz auf das Kassenhäuschen im Althoff-Stadion in Welper gestellt. Dort oben vor dem Fußballfeld ist es nicht zu übersehen. Bis zum Mittwoch, 28. März, bleibt es hier stehen.

Die Schüler zeigen eine kleine Aufführung und haben einen Fußball-Pokal zum Kreuz gestellt. Mädchen und Jungen bilden einen Kreis vor den anderen Schülern, schießen sich gegenseitig einen Ball zu, dann simulieren sie plötzlich eine Rangelei: Ein Junge stellt dem anderem ein Bein, sie beginnen sich zu schubsen; hinter dem Zaun wirft jemand Müll aufs Feld. Ein Mädchen ruft ins Mikrofon: „Mit Schlagstöcken greifen Fans Ordner an!“

Die Schüler machen auf Gewalt im Fußballstadion aufmerksam, das Kreuz soll für Gerechtigkeit und Frieden stehen. „Sie haben viele Zeitungsberichte darüber gelesen, zum Beispiel einen Artikel über den schlimmen Angriff der ,Wilden Horde’ vom 1. FC Köln, die einen Fan-Bus von Borussia Mönchengladbach attackiert hat“, erklärt Lehrerin Irma Eckelt . Jetzt applaudiert sie ihren Schülern. „Sie hatten viele Ideen und haben gute Texte geschrieben. Für dieses Projekt haben sie keine Noten bekommen, und trotzdem haben sie toll gearbeitet.“

Die 13-Jährigen Djemo und Hakan tragen einen Rap vor: „Fußball soll Spaß machen und keine Angst. Was bringt das, wenn du um dein Leben bangst.“ Dann der Refrain: „Auch hier zeigt das Kreuz: Wir verzichten auf Gewalt. Wir sagen allen Hooligans und Wilden besser: halt!“

 
 

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