Ein Jahr Vorbereitung für den Kulinarischen Altstadtmarkt

Die KAM-Wirte präsentierten auf dem Kirchplatz das Werbeplakat für den 21. Kulinarischen Altstadtmarkt.
Die KAM-Wirte präsentierten auf dem Kirchplatz das Werbeplakat für den 21. Kulinarischen Altstadtmarkt.
Foto: Fischer
Beim Kulinarischen Altstadtmarkt in Hattingen pflegen die Gastronomen ihren guten Ruf. In diesem Jahr gibt es Bewährtes, neue Speisen und Kindergerichte.

Hattingen..  Wenn am verlängerten Wochenende vom 4. bis 7. Juni der Kulinarische Altstadtmarkt (KAM) über die Bühne geht, hoffen die Wirte auf schönes Wetter. Denn damit steigt und fällt die Veranstaltung auf dem Kirchplatz, die für die Gastronomen viel Aufwand bedeutet. In diesem Jahr haben sich die Wirte etwas Neues ausgedacht.

Jeder wird neben einer bewährten Speise zwei neue anbieten. Außerdem gibt es erstmals am Donnerstag und Sonntag je ein Kindergericht. So kommen die Stammgäste ebenso wie neue Kunden auf ihre Kosten. Und die Veranstaltung belebt auch die Altstadt.

„Wenn wir auf dem Kirchplatz sind, profitieren auch die umliegenden Gastronomien“, sagt Dirk Eggers, Inhaber des Restaurants Eggers aus Sprockhövel. Er rutschte im Jahr 2008 in den Kreis der KAM-Wirte nach, als das Ost-Eck und das Landhaus Siebe ausschieden. Ansonsten sind die sechs Restaurants aus Hattingen dabei, die schon die vergangenen Jahre ihre Köstlichkeiten anboten: Gasthaus Weiß, Hotel-Restaurant „Zum Hackstück“, Haus Kemnade, Restaurant Poseidon, Diergardts „Kühler Grund“ und Hotel Restaurant „An de Krüpe“.

Die KAM-Wirte haben eine Gesellschaft gegründet, in die nicht so schnell neue Gastronomen nachrücken. Anfragen gab es immer mal wieder. „Wenn wir aber über den Aufwand sprechen, ist schnell klar, dass die Interessenten auch nicht einsteigen wollen“, so Eggers.

Kosten von 100 000 Euro

Der Aufwand für die vier Tage Schlemmen auf dem Kirchplatz sei enorm. Die Planungen beginnen schon ein Jahr vorher mit der Nachbesprechung der vergangenen Veranstaltung. „Nach dem Sommer geht es dann ins Detail“, so Friedel Diergardt. Er und seine Kollegen müssen sich um das Personal, den Wareneinkauf und die Dekoration bemühen. Aus einer gemeinsamen Kasse werden Teller, Gläser, Wasser, Strom, die Zelte, die Platzmiete, die Bestuhlung und Werbeaktionen bezahlt. Kosten von mehr als 100 000 Euro stemmen die Gastronomen dafür gemeinsam.

Doch der Aufwand lohnt sich, vor allem wenn sich die Sonne blicken lässt. „Natürlich haben wir auch mal Jahre gehabt, in denen der ein oder andere rote Zahlen geschrieben hat. Aber unterm Strich steht bei allen mindestens eine schwarze Null“, verrät Friedel Diergardt. Um den Profit geht es den Gastronomen aber nicht vordergründig. Mit der jährlichen Präsentation auf dem Kirchplatz pflegen sie ihren Ruf. „Das ist unsere Bühne, es gibt ja keine Messen für Gastronomen“, sagt Thomas Weiß.

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