Ein Fest als Willkommensgruß

Kinderschutzbund feiert Sommerfest der Begegnung unter dem Motto die Kinderwelt ist bunt.
Kinderschutzbund feiert Sommerfest der Begegnung unter dem Motto die Kinderwelt ist bunt.
Foto: Funke Foto Services
Das Sommerfest der Begegnung des Kinderschutzbundes lud vor allem Flüchtlings-Familien ein, an einem bunten Nachmittag mit einem großen Spieleangebot mit Hattinger Bürgern zusammen zu kommen und sich kennen zu lernen

Hattingen..  Bunte Bänder und Luftballons setzten auf dem Sommerfest der Begegnung des Kinderschutzbundes Hattingen/ Sprockhövel ein Zeichen, das schon von weitem gut erkennbar war – es war ein Zeichen der Willkommenskultur, das sich vor allem an die Flüchtlingskinder und ihre Eltern richtete, die in Hattingen untergebracht sind. „Wir wollten mit dem Fest einen Schritt auf die Menschen zugehen, sie integrieren und eventuelle Berührungsängste überwinden“, erklärte Christa Heinbruch vom Kinderschutzbund die Idee.

Mit Hilfe eines Shuttleservices wurden die Menschen von ihren Unterkünften in der Stadt zum Gelände des Zirkusplatzes an der Werksstraße gebracht. Werbeplakate hatten bereits im Voraus zum Sommerfest eingeladen, der auch viele ausländische Mitbürger gefolgt waren. So auch Renée Bomboko aus dem Kongo. Ihr Sohn Ryan (8) freute sich sehr über das große Spieleangebot. Besonders hatte es ihm das Wasserspiel der Feuerwehr angetan – mit einem Schlauch spritzte er geschickt einen Ball durch einen Parkours. „Es ist schön, mal etwas Anderes zu sehen, weil das Alltagsleben sonst immer gleich und manchmal langweilig ist“, berichtete die Mutter auf Englisch.

Die Kinder konnten sich schminken lassen oder dem Ballonkünstler Meckylino zusehen, sich an den Spielstationen vergnügen. Orhan (15) aus Albanien probierte einige Übungen vom Kickboxen aus und landete beim Schuss auf die Torwand einen Treffer. Eliza (7) aus dem Kosovo tobte sich hingegen begeistert auf der Hüpfburg aus und schaffte es auch ohne Worte, Anschluss beim Spielen zu anderen Kindern zu finden. Denn obwohl viele der Flüchtlinge Englisch sprechen und auch schon ein wenig Deutsch gelernt haben, gibt es trotzdem noch Kommunikationsprobleme. „Man kann sich aber auch mit Händen und Füßen verständigen und trotzdem einen netten gemeinsamen Nachmittag verbringen“, so Christa Heinbruch.

Ande Teklemichael musste das Sommerfest ohne seine beiden Kinder besuchen, da diese nämlich noch in seiner alten Heimat leben. Der 32-Jährige aus Eritrea wollte sich jedoch einen Eindruck vom Angebot für Kinder in Hattingen verschaffen und ihnen alles zeigen, wenn er sie nach Deutschland holt. Zum Erfolg des Sommerfestes der Begegnung trugen vor allem zahlreiche Beiträge und Sachspenden von ehrenamtlichen Organisationen und Sponsoren bei. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band „Wolke 7“. „Es ist schön zu sehen, dass die Idee von vielen Menschen mitgetragen wurde“, sagte Christa Heinbruch.

 

EURE FAVORITEN