Die Südstädter feiern sich selbst

Am Samstag wurde das Südstadtfest „Wir sind die Südstadt in Hattingen“ gefeiert. Im Bild sind Sevim Kisi und Amed (1).
Am Samstag wurde das Südstadtfest „Wir sind die Südstadt in Hattingen“ gefeiert. Im Bild sind Sevim Kisi und Amed (1).
Foto: Svenja Hanusch
„Wir sind nicht Hattingen-Mitte, sondern ein eigenes Viertel“, stellt Frank Schulte klar und ergänzt: „Wir sind die Südstadt.“ Unter diesem Motto feiert das Viertel südlich der Innenstadt bereits zum dritten Mal ein großes Bürgerfest für Nachbarn, Anwohner und ansässige Vereine. „Es geht um das Miteinander der Menschen in der Südstadt“, beschreibt Schulte, Gemeindepfarrer und Koordinator der Veranstaltung die Hintergrundidee des Fests auf der teilweise gesperrten Uhlandstraße.

Hattingen..  „Wir sind nicht Hattingen-Mitte, sondern ein eigenes Viertel“, stellt Frank Schulte klar und ergänzt: „Wir sind die Südstadt.“ Unter diesem Motto feiert das Viertel südlich der Innenstadt bereits zum dritten Mal ein großes Bürgerfest für Nachbarn, Anwohner und ansässige Vereine. „Es geht um das Miteinander der Menschen in der Südstadt“, beschreibt Schulte, Gemeindepfarrer und Koordinator der Veranstaltung die Hintergrundidee des Fests auf der teilweise gesperrten Uhlandstraße.

Kennenlernen und sich präsentieren

Rund 20 Vereine und Initiativen aus der Nachbarschaft, darunter unter anderem die HWG oder die türkische Gemeinde, aber auch die Feuerwehr, der Väter-Verein, lokale Künstler, Gruppen, Parteien und Geschäftsleuten beleben das Viertel mit kulinarischen oder informellen Aktionsständen. „Wichtig sind die Leute hier vor Ort“, fährt Frank Schulte fort – in den vergangenen Jahren habe es in der Südstadt viele Neuzuzüge aus den umliegenden Städten gegeben: „Wir möchten uns gegenseitig kennenlernen und gemeinsam feiern – auf Augenhöhe.“

Zudem biete das Fest für viele Vereine die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. So finden Besucher Mitmach-Aktionen oder Informations-Material an jeder Ecke, kosten türkische Pizza ebenso wie traditionelle Bratwurst im Brötchen oder die nachmittägliche bergische Waffel im Gemeindehaus der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde, während die jüngsten Besucher sich auf der Hüpfburg, beim Spiel mit Reifen oder im Kriechtunnel austoben können. Dort krabbelt gerade der einjährige Amed unter der Aufsicht seiner Mutter Sevim Kisi mit anderen Kindern um die Wette und hat sichtlich Spaß.

Für Heidemarie Lietz ist der Besuch des Südstadtfestes vor ihrer Haustür eine Selbstverständlichkeit. Gemeinsam mit ihrer Familie beobachtet die Anwohnerin begeistert das rege Treiben auf der Straße. „Ich wohne seit 40 Jahren hier in der Südstadt“, erzählt Lietz stolz und nickt. Ihr Mann stamme aus der Südstadt, ihre Tochter sei hier aufgewachsen und auch das Enkelkind werde bald den Kindergarten um die Ecke besuchen. „Wir sind ein eigenes Viertel mit ganz viel Lebensqualität, liegen nah an der Ruhr und sind trotzdem nah an der Stadt.“ Es herrsche ein schönes Miteinander, für das sie sich gerne und aktiv engagiere. Auch künftig: „Ich möchte hier nicht mehr weg.“

 

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