Die Schmerzen der Maria

Adelheid Neserke, Sopran, Ardelan Jannati, Bariton, und Maria Cristina Witte, Orgel. Foto: Walter Fischer
Adelheid Neserke, Sopran, Ardelan Jannati, Bariton, und Maria Cristina Witte, Orgel. Foto: Walter Fischer
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St. Georg: Das Stück „Stabat Mater“ erinnerte auch an das Leid von Jesus Mutter.

Hattingen..  „Ihre Seele – seufzend, verdüstert und schmerzerfüllt – hat durchbohrt ein Schwert.“ An Karfreitag denken alle an Jesus Tod, doch das St.-Georgs-Konzert erinnert auch an das Leid seiner Mutter. Schon lange war es der Wunsch von Musikerin Maria Cristina Witte, das Stück „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi aufzuführen. Das Stück heißt übersetzt „Es stand die schmerzensreiche Mutter“.

Viele Besucher hören sich das Konzert von Adelheid Neserke und Ardelan Jannati an, die Sopran und Bariton singen. Streicher der Bochumer Symphoniker begleiten sie ebenso wie Maria Cristina Witte an der Orgel. „Das Stück ist sehr emotionsgeladen. Es ist die Vertonung einer mittelalterlichen Dichtung. Die Mutter Jesu steht unter dem Kreuz ihres Sohnes und ihre starken Gefühle sollen mit dem Gesang zum Ausdruck kommen“, sagt Witte.

Daher liest auch Pfarrer Udo Polenske den Zuhörern die passenden Worte aus dem Evangelium des Johannes: „Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ Udo Polenske blickt auf: „Aus dem Nichts, aus der Niederlage, im Angesichts des Todes: neue Zuversicht.“

Als der Gesang beginnt, ­hören die Kirchgänger aufmerksam zu, kommen zur ­Ruhe, lassen die harmonischen Klänge, Töne, die Melodien auf sich wirken. Sie genießen die sich abwechselnden Duette und Arien.

Sänger Ardelan Jannati wuchs 1966 in einer musikalischen Familie im Iran auf. Dann kam er ins Ruhrgebiet und studierte in Dortmund Gesang mit dem Schwerpunkt „Lied und Oratorium“. Sopranistin Adelheid Neserke (geboren 1970) ist Pfarrerin und singt auch Arien aus Oper und Operette im Ensemble „Liebe auf den ersten Takt.“ Gemeinsam begeistern sie die Zuhörer. Während sie singen, lässt das Sonnenlicht die bunten Kirchenfenster leuchten.

Der Komponist Giovanni Battista Pergolesi lebte von 1710 bis 1736. „Stabat Mater gilt als seine letzte vollendete Komposition“, so Adelheid Neserke. Das Stück war im 18. Jahrhundert das am häufigsten gedruckte Musikwerk. Die Aufführung in der St.-Georgs-Kirche gefällt dem Publikum, am Ende spenden alle reichlich Applaus.

 
 

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