Die Schatzkiste wird in dieser Woche geöffnet

Vorstellung der Ausstellungen,  hier vl: Marlis Fry (Vors Kulturausschuss), Torsten Grabinski (Sparkasse), Lars Friedrich (Vors Heimatverein) Inge Nimmich, Thomas Serres (Graikdesigner) und Bernd Loewe (Sammler).
Vorstellung der Ausstellungen, hier vl: Marlis Fry (Vors Kulturausschuss), Torsten Grabinski (Sparkasse), Lars Friedrich (Vors Heimatverein) Inge Nimmich, Thomas Serres (Graikdesigner) und Bernd Loewe (Sammler).
Foto: WAZ FotoPool
Fünf große Ausstellungen des Heimatvereins im Bügeleisenhaus.

Hattingen..  Das Bügeleisenhaus hat sich in eine große Schatzkiste verwandelt: In diesem Jahr zeigt der Heimatverein fünf Ausstellungen, die unter dem Namen „Hattinger Schätze“ permanent in der Zeit vom 10. Mai bis 7. Dezember zu sehen sind.

Die WAZ Hattingen hatte gemeinsam mit dem Vorsitzenden Lars Friedrich ihre Leserinnen und Leser aufgerufen, persönliche Schätze auszugraben und dem Museum im Bügeleisenhaus zur Verfügung zu stellen. Mit dabei sind nun unter anderen mehrere Löwen-Figuren von Beate und Bernd Loewe. Aber auch andere Sammlerutensilien wie Spucktüten aus Flugzeugen, Streichholzschachteln mit alten Hattinger Firmennamen, Marienmützen, oder Kaffeefilter von Melitta. Passend zum Bügeleisenhaus hat Lars Friedrich Bügeleisen gesucht und gefunden. „Schön, dass sich so viele gemeldet haben“, freut er sich. 16 kleine Sammlungen stehen in weißen Vitrinen. Da nicht viel Platz in den Räumen ist, kann nur ein Teil der Schätze gezeigt werden. „Das reicht aber aus, um die Besucher zum Staunen oder Nachdenken zu bringen“, sagt Friedrich.

Eine weitere Sammlung besteht aus alten Plakaten und Programmheften des Altstadtfestes. Denn in diesem Jahr feiert das Stadtfest seine 40. Auflage. Einige Plakate wurden von der Firma Serres Design entworfen und sind bereits ausgestellt. Auch in einem digitalen Bilder­rahmen. Unter den Plakaten sind zudem Poster, die bei früheren Altstadtfesten durch einen Malwettbewerb entstanden sind. Bei den Programmheften wird es dagegen wohl schwieriger, viele zu bekommen. „Wir zeigen eine kleine Auswahl von denjenigen, die greifbar sind“, so Friedrich. Die ausgewählten Flyer, etwa aus dem Jahr 2006, liegen mit dem damaligen Programm aus.

Ebenso verhält es sich bei den ehemaligen Kriegsdenkmälern, die zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges gesammelt werden. Aber auch andere Denkmäler, die zu anderen Kriegen entstanden sind. Eine Auswahl ist im Haus, auf einem Plakat sind alle Steine und Orte aufgezeigt.

Altes Hattinger Rohrsystem

Neben den aufwändigeren Ausstellungen wird es auch im Brunnenraum zwei historisch angehauchte Ausstellungen geben: eine zum Bügeleisenhaus und seinen früheren Bewohnern wie beispielsweise Wilhelm Elling – und eine weitere zum Thema „Dem Erdboden gleich“, bei dem archäologische Funde aus der Steinzeit gezeigt und erklärt werden. Ein großes Beispiel dafür ist ein Stück des alten Hattinger Rohr­systems, das aus Eichenholz bestand und jetzt direkt im Museum zu bestaunen ist.

 
 

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