Die Pommeskurve als Eingangstor

Ute und Detfelf Müller. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Ute und Detfelf Müller. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
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Das Restaurant Pilgrimshöhe mit Imbissbude soll die Einfahrt nach Hattingen kennzeichnen, wünschen sich die neuen Besitzer in Blankenstein.

Hattingen..  Kein Essen in der Pommeskurve heißt es seit mehreren Monaten an der Wittener Straße in Blankenstein – das soll sich jetzt bald ändern. Bereits im Januar 2012 gab es die Nachricht: Ute und Detlef Müller übernehmen das Blankensteiner Restaurant Pilgrimshöhe und die dazugehörige Pommesbude (wir berichteten). Das Ehepaar führt bereits seit 1980 den Gastronomie-Betrieb auf der Burg Blankenstein. Nun soll auch das seit elf Jahren leer stehende Restaurant Pilgrimshöhe wieder eröffnet werden – und „zu einem schönen Entrée der Stadt Hattingen werden“, wünscht sich Detlef Müller.

Im Moment wird noch saniert. „Wir kommen allerdings sehr gut voran. Die Maler und Bodenleger sind mit der Arbeit noch nicht fertig, schätzungsweise wird die Sanierung noch vier Wochen dauern“, erklärt Detlef Müller (59). „Das Restaurant Pilgrimshöhe wird so verändert, dass man wieder den alten Charakter des Fachwerkhauses erkennt. Es gibt einen offenen Kamin, der für gute Stimmung sorgen soll. Die fiesen Anbauten haben wir alle entfernt und wollen auch keine schreiende Bier-Reklame mehr an die Wände anbringen.“ Stattdessen soll das Gebäude zukünftig weiß beleuchtet werden und als schönes Gasthaus den Autofahrern, die die Wittener Straße hinauf fahren, die Einfahrt nach Hattingen kennzeichnen.

Denn: „Die Lage ist toll. Wir hoffen weiterhin, dass die Autofahrer, bei uns einkehren werden, oder dass Radfahrer, die den Berg von unten hochkommen, hier Rast machen. Wir wollen außerdem Familien mit kleinen Kindern ansprechen, aber auch Geschäftsleute, die sich hier zu einer Besprechung treffen. Spaziergänger aus dem Wald können Kuchen und Kaffee im Restaurant genießen.“

Die Nähe zur Burg Blankenstein ist für sie natürlich ein Vorteil. Und doch ist die Pommeskurve für das Ehepaar eine neue Herausforderung, denn von der Gastronomie der Burg Blankenstein soll sich das Restaurant Pilgrimshöhe mit Pommesbude komplett unterscheiden. „Es soll nicht schick werden, sondern wir bieten günstiges, familiengerechtes Essen an. Die Preise werden nur zwischen 2,50 Euro und 8,50 Euro liegen“, verkündet Detlef Müller. Auch Selbstbedienung soll es geben. Bei den Speisen wollen sie dem „deutschen Trend“ folgen, viele Salate, aber auch Frikadellen oder Schnitzel servieren. An den Wochenenden soll es einen Brunch für neun Euro geben.

Die separate, legendäre Pommesbude bleibt. Nach 32 Jahren hatte sie Diethelm Diedrichs im Oktober 2011 aus Altersgründen geschlossen. Jetzt wird sie neu in Betrieb genommen. Müller: „Es werden Pommes mit Ketchup und Zwiebeln oder Bratwurst und Currywurst aus dem Münsterland zubereitet. Die Preise sind in etwa wie vorher.“

Allerdings werden noch neue Köche gesucht. „Wir benötigen viel mehr Personal“, sagt Müller. Auch nach Kellnern, Küchenhilfen und einer Geschäftsführung wird Ausschau gehalten. Obwohl Ute und Detlef Müller ein Schild dafür aufgestellt haben, hätte sich noch niemand bei ihnen gemeldet. „Ich verspreche ein tolles Arbeitsklima und gute Bezahlung“, so Detlef Müller.

Einen Eröffnungstermin für das Restaurant und die Pommesbude gibt es noch nicht. Detlef Müller: „Wenn es soweit ist, wollen wir ein Kinderfest veranstalten.“

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