„Die Menschen sind in Sicherheit“

Klaus Noske (rechts) mit Ehefrau Silvia bei seiner veranschiedung.Foto: Christina Makarona
Klaus Noske (rechts) mit Ehefrau Silvia bei seiner veranschiedung.Foto: Christina Makarona
Foto: Christina Makarona
Polizeichef Klaus Noske wechselt aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis nach Gelsenkirchen.

Hattingen..  Eigentlich sollte sein Dienst im Ennepe-Ruhr-Kreis nur ein Karriere-Baustein im beruflichen Leben von Klaus Noske werden. Mehr als elf Jahre ist er geblieben und kann auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken, wenn er jetzt ins Polizeipräsidium Gelsenkirchen wechselt.

„Das ist ein Karriere-Beamter, der bleibt nicht lange“, haben seine Kollegen gesagt, als der heute 56-Jährige am 1. Februar 2001 nach Schwelm kam. Noske war davor in leitenden Stellungen in Polizeipräsidien eingesetzt worden. Dort ticken die Uhren anders als auf dem Land. Der Polizeipräsident gibt den Ton an. In einem Kreis ist der Landrat, zurzeit Arnim Brux, der Chef der Ordnungshüter. „Ich sollte Erfahrungen im Umgang mit Politikern sammeln“, sagt Noske und fügt gleich hinzu: „Es wurde ein Vertrauensverhältnis, wie es im Land eher selten ist.“

Es war die Basis dafür, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis ganz unten in den Statistiken für Kriminalität und Verkehrsunfälle liegt. „Die Menschen sind hier in Sicherheit“, sagt Noske. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei und Politik ist auch der Grund dafür, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis keine Probleme mit Rechtsextremisten hat.

Geschafft hat er eine Zusammenarbeit zwischen den Ordnungshütern und den Moschee-Vereinen. Der Arbeitskreis, in dem Uniformträger und Muslime ihre Probleme diskutieren, hat bundesweit Schule gemacht. Das alles sind Erfolge, aber nicht sein größter. Der ist ein anderer: „In den elf Jahren ist niemand im Dienst tödlich verletzt worden.“

Klaus Noske ist im Oktober 1972 in den Polizeidienst eingetreten. Bei seinen ersten Dienststellen war er unter anderem auch für die Sicherheit bei Bundesliga-Spielen in Dortmund und Bochum zuständig. Nun ist er für Schalke verantwortlich. Anhänger ist er von keinem Verein. „Ein Polizist hat immer nur mit den 0,5 Prozent der Problemfälle unter den Fans zu tun. Das hindert einen Menschen wie mich daran, selbst Fan zu werden.“ Er mag einfach nur gute Fußballspiele.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel