Die Bomben müssen weg, so schnell wie möglich

Tagesbrüche reißen den Erdboden auf, Blindgänger werden bei Baggerarbeiten durchgeschüttelt – mit beiden Arten von Alarm lebt das Ruhrgebiet seit Jahrzehnten. Nicht alltäglich scheint es zu sein, dass die im Boden lauernden Gefahren so kompliziert verstrickt sind wie in der Nordstadt. Wie sonst ist zu erklären, dass die zuständigen Behörden über eineinhalb Jahre hinweg nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen? Die aktuelle Gefahr sei gering, heißt es von der Bezirksregierung in Arnsberg. Und: Das Verfahren dauere so lange, weil die Gefahrenabschätzung für das richtige Vorgehen so schwierig sei.


Das mag sein. Und richtig ist ja auch, dass der Blindgänger seit
70 Jahren, der Schacht seit 190 Jahren im Boden schlummert.
Was aber nicht heißen darf, dass alles so bleiben kann. Mögen sich die Fachleute weiter streiten, ob wirklich jeder Alt-Schacht verfüllt werden muss – die Bomben müssen weg. Und das nicht irgendwann im laufenden Jahr, sondern so schnell wie möglich.

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