Der Weihnachtsmarkt-Dreh

Foto: WAZ FotoPool
Drei Studenten fertigen einen Filmbeitrag für den TV-Lernsender „nrwision“ an. Er läuft am 5. Dezember in der Reihe „Mein Weihnachtsmarkt“ – ohne Georg Hartmanns Versprecher .

Hattingen..  Aufgeregt? Nein, aufgeregt wirken sie nicht, die drei Dortmunder Medien-Studenten, die hier und heute einen ihrer ersten Filme produzieren wollen – über Hattingens 40. Nostalgischen Weihnachtsmarkt. Klappe, die erste – und Action!

Der Dreh startet auf dem Kirchplatz, natürlich. Journalistik-Studentin Nele Posthausen (24) spricht im Tonfall leichter Überraschung ins Mikro, sie befinde sich gerade „in einer echten Altstadt im Ruhrgebiet“; ein paar Passanten schauen sich an. Derweil fangen Benedikt Strick und Borislav Salatino (beide 20) mit Kamera und warmer Beleuchtung die nostalgische Atmosphäre des Ortes ein. Filmen Märchenwald, Fachwerkhäuser, Holzhütten, Lichterschmuck, Moderatorin. Und Martin Heinzkill, den Marktleiter des Schultenhofes auf dem Nostalgischen Weihnachtsmarkt. Dass er den schon als i-Dotz besucht habe, erzählt der 50-Jährige. Und dass dieser Weihnachtsmarkt bei ihm stets nostalgische Gefühle aufkommen lasse.

Klar. Und ein Satz wie gemacht für diesen Film, den Nele Posthausen und die beiden angehenden Mediengestalter drehen für „nrwision“, den TV-Lernsender der Technischen Universität Dortmund. Die 15 schönsten Weihnachtsmärkte Nordrhein-Westfalens stellt „nrwision“, das im digitalen Kabelnetz zu empfangen ist, in Kürze vor. Darunter am 5. Dezember Hattingens Nostalgischen Weihnachtsmarkt.

Weiter geht’s, zur Ökohütte, wo die nächsten Neugierigen den Dreh aus sicherer Entfernung beäugen. Ob sie auch hören können, dass Nele Posthausen sich soeben als Öko-Fan outet? Und Öko ein Thema nennt, „das jung ist und hip“? Wie, fragt sie Brigitte Serrano (61) von der Ökomarkt-Initiative, passe das denn wohl auf einen nostalgischen Weihnachtsmarkt ? Nach 1:49 Minuten weiß man es, allerdings sind 1:49 Minuten etwas zu lang, um den Vorgaben von Seminarleiter Michael Steinbrecher (ja, genau dem!) zu genügen. Allein: Das Interview, befinden alle zusammen, „war gut“. Und Benedikt Strick sagt: „Der erste Dreh ist eh’ stets der beste.“

Weshalb die drei Medien-Studenten ihre Arbeit auf dem Kirchplatz, dessen „schnuckelige Atmosphäre“ sie längst gepackt hat, nun für beendet erklären. Ganz fertig indes ist ihr Weihnachtsmarkt-Film noch nicht. Georg Hartmann soll den Zuschauern noch verraten, was es mit dem zum überdimensionalen Adventskalender mutierten Alten Rathaus auf sich hat. Dass der Stadtmarketing-Geschäftsführer Frau Holles Einzug in dieses Gebäude beim ersten Dreh dabei ausgerechnet auf den 1. April datiert . . .

Ist vermutlich die Aufregung.

 

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