Der Platz ohne Namen vor dem Bügeleisenhaus

Foto: Volker Speckenwirth
Politik ist sich bei der Benennung nicht einig. Entscheidung nun am kommenden Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss.

Hattingen..  Der Platz vor dem Bügeleisenhaus, der gerade erst neu gestaltet worden ist, hat noch immer keinen Namen: Im Fach-Ausschuss für Bau, Umwelt und Verkehr bekam sowohl der Vorschlag der Verwaltung (Platz am Bügeleisenhaus) als auch die Alterna­tive der SPD (Emmy-Roth-Platz) keine Mehrheit – beide Abstimmungen endeten 7:7. Nun muss der Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Donnerstag entscheiden.

SPD und Linke/Piraten waren für Emmy Roth (1895-1942, Tochter des Warenhändlers Urias, eine der größten jüdischen Familien Hattingens) eingetreten, CDU, Grüne und FDP indes für den Namen mit Bezug auf das Hattinger Wahrzeichen.

In der vergangenen Woche hatte auch die WAZ Hattingen ihre Leser um Meinungen zur Namensgebung gebeten: „Heinrich-Eversberg-Platz“ schlägt Bernd Loewe vor – „warum nicht diesen Bürger ehren, dessen Name eng mit dem Bügeleisenhaus verbunden ist?“

Beate und Heinz Pohle meinen, dass der Bekanntheitsgrad des Bügeleisenhauses nicht zu übertreffen sei – „deshalb bitte schlicht ,Platz vor dem Bügeleisenhaus’“.

Martin Wagner, der Vorsitzende des Ortsverbandes der (Satire-)Partei „Die Partei“, schlägt „Alfred-Schulte-Stade-Platz“ vor. Die Stadt müsse sich „etwas Besonderes einfallen lassen für unseren (hoffentlich baldigen) Ehrenbürger Alfred Schulte-Stade, der mit seinen finanziellen Mitteln und seinem leckeren Essen alle Bereiche des Hattinger Lebens beeinflusst“.

Ebenfalls aufgeschoben wurde die Benennung von Straßen-(zweigen) im Neubaugebiet am Pottacker. Hier stehen bislang Franziska-Anneke-, Max-Peiffer-Watenphul- und Emmy-Roth-Straße auf der Vorschlagsliste.

Angenommen wurde ein Vorschlag der Linken für eine Erschließungsstraße in der Südstadt, die künftig Anna-Seghers-Straße heißt.

 
 

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