Der Drache heißt Henri

Sabine Weidemann
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Die Leser der Hattinger Zeitung haben mehr als 150 Namensvorschläge für Hattingens neues Maskottchen gemacht. Gewinnerin ist Gudrun Scheper.

Hattingen.  Es ist beschlossen: Der kleine rote Drache, Hattingens neues plüschiges Maskottchen, hat einen Namen. Die Wahl der Jury fiel einstimmig auf Henri. Das Stadtmarketing und die Hattinger Zeitung bedanken sich bei allen Lesern, die kreative Vorschläge eingereicht haben.

„Die Resonanz war super. Mit dem Aufruf haben wir die Leute emotional getroffen“, freut sich Stadtmarketingchef Georg Hartmann. Mehr als 150 Namensvorschläge standen schließlich zur Auswahl. Gefragt war ein origineller Name, der zu unserer Stadt passt. Deshalb drehten sich natürlich viele Ideen rund um Hattingen – von Abwandlungen des Stadtnamens oder auch von Sehenswürdigkeiten der Stadt bis zu Anlehnungen an Personen der Hattinger Geschichte.

Andere verpassten dem Maskottchen einen Namen, der sich um den Drachen an sich drehte oder einen, der zu dem kleinen Feuerspucker zu passen schien. Ob der plüschige Geselle am Ende ein Männchen oder ein Weibchen würde, war dabei völlig offen.

Die Entscheidung hat sich die Jury, die aus Mitarbeitern des Stadtmarketings und der Redaktion bestand, nicht leicht gemacht. Dennoch, ein Vergleich der persönlichen Favoriten jedes Jurymitgliedes zeigte ein eindeutiges Votum – für Henri. „Das passt zu ihm“, findet auch Georg Hartmann.

Weil mehrere Einsendungen mit diesem Namensvorschlag angekommen sind, wählte die Jury als Gewinner diejenige aus, die als ­erste Henri vorgeschlagen hat: Gudrun Scheper.

Aber eigentlich gebührt die Ehre ihrem zehnjährigen Enkel Dustin Thomas. „Er kam morgens durch die Tür gestürmt und meinte, dass Henri ein guter Name wäre“, erzählt Gudrun Scheper.

Und wie entstand die Idee für den Namen? „Wir haben uns im Internet alte Bilder von der Henrichshütte angeschaut. Da war er dabei“, berichtet die Gewinnerin. Und plötzlich war für den Zehnjährigen alles klar. „Der Drache, der könnte ja eigentlich nicht Georg heißen“, beschloss er. Irgendwas mit der Henrichshütte müsste es sein. Und schon stand für Dustin Thomas fest: „Henri ist viel besser“.

Jetzt kann sich Gudrun Scheper auf einen Ausflug mit ihrem Enkel und zwei weiteren Personen in die Zoom-Erlebniswelt Gelsenkirchen freuen. Das Besondere: Im Preis inbegriffen ist neben dem Restaurantbesuch auch eine 90-minütige Führung mit einen Ranger der Erlebniswelt und ein Blick hinter die Kulissen des Zoos. „Da wird sich mein Enkel freuen“, ist Gudrun Scheper sicher.