Das Ruhrgebiet im Schuhkarton

Unterwegs im Ruhrgebiet: Calvin (9 Jahre), Jerome (9) und Melvin (10) waren dabei.  Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
Unterwegs im Ruhrgebiet: Calvin (9 Jahre), Jerome (9) und Melvin (10) waren dabei. Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
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Hattingen..  „Im Pott ist was los“: Der Kinder- und Jugendtreff Welper startete mit Ferienkindern eine Reise durch das Revier.

Eilig packen die Kinder die letzten Butterbrot-Dosen in ihre Rucksäcke und stehen erwartungsvoll an den Fenstern. „Wann geht es endlich los?“, rufen sie im Chor. Denn: Heute fahren sie nach Dortmund in den Zoo.

Unter dem Motto „Im Pott ist was los“ veranstaltet der Kinder- und Jugendtreff Welper für sechs- bis elfjährige eine Reisewoche durch das Ruhrgebiet.

„Viele Kinder wissen durch die Schule bereits sehr viel über das Ruhrgebiet und seine Geschichte“, erzählt Caroline Goszyk. „Auf unseren Ausflügen lernen sie das Thema dann aktiv kennen“. Caroline Goszyk leitet und begleitet die Ausflüge gemeinsam mit Nadine Kohnke und Ann-Kathrin Janich. 15 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren nehmen an den Ausflügen teil.

„Wir haben uns am Montag gemeinsam mit den Kindern auf die Ausflüge durch das Ruhrgebiet vorbereitet“, erklärt Nadine Kohnke, „mit einem Basteltag“. Thema: Das Ruhrgebiet im Schuhkarton. „Ich habe eine Zeche in meinen Karton gebaut“, berichtet der zehnjährige Adam begeistert. Anna-Lena (8) hat mit Schablonen Bergmänner gebastelt: „Die habe ich dann mit Kohle schwarz angemalt.“

Am Dienstag fuhren die Kinder nach Gelsenkirchen zur Veltins-Arena. Denn: „Fußball gehört einfach zum Ruhrgebiet“, sagt Caroline Goszyk und lächelt. Auch die Kinder sind von der Stadion-Besichtigung begeistert. „Wir waren in den Kabinen der Fußballspieler und haben den riesigen Whirl-Pool gesehen“, erzählt Anna-Lena aufgeregt. Und: „Wir haben gelernt, dass der Rasen im Stadion verschwindet kann“, fügt die Achtjährige hinzu.

Der Mittwoch führte die Kinder nach Bochum auf die „Zeche Knirps“, einem nachgebauten Kinderbergwerk. Hier kann man spielerisch lernen, unter welchen Bedingungen die Bergleute früher auf den Zechen arbeiten mussten. „Wir konnten an einem Förderband spielen“, erinnert sich Adam, „mit Kies statt Kohle“. Mit den Bergleuten tauschen möchten die Kinder nicht: „Ich hätte nicht so gerne auf einer Zeche gearbeitet, die Arbeit ist sehr anstrengend“, gibt Adam zu und schüttelt heftig den Kopf.

Kinderschutzbund hilft

Am letzten Tag fahren die Kinder nach Dortmund in den Zoo. „Da gibt es Robben, Pinguine und auch Giraffen“, berichtet Anna-Lena.

Das Ferienprojekt des Kinder- und Jugendtreffs Welper hat bereits Tradition. „Wir bieten unsere Ferienprojekte in den Oster- und auch Herbstferien an“, erklärt Caroline Goszyk, „und das seit sieben oder acht Jahren“.

Ab den Herbstferien unterstützt der Kinderschutzbund das Projekt des Kinder- und Jugendtreffs Welper finanziell. Dann sind wieder Kinder aus ganz Hattingen eingeladen, mitzumachen.

 

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