Das Museum als größtes Ausstellungsobjekt

Lars Friedrich blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und gibt einen Ausblick, was Besucher 2016 erwartet.
Lars Friedrich blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und gibt einen Ausblick, was Besucher 2016 erwartet.
Foto: Funke Foto Services
Das Bügeleisenhaus beschäftigt sich in einer Sonderausstellung mit sich selbst. Das Motto lautet „Fachwerk 1611 – Bauen. Leben. Schützen.“ Die Zahl der Besucher stieg 2015 um 43 Prozent

Bis sich Besucher wieder im Bügeleisenhaus umsehen können, verstreichen noch ein paar Monate. Denn das Museum öffnet erst wieder am 23. April. Dann wird es sich in seiner nächsten Sonderausstellung mit sich selbst beschäftigen unter dem Motto „Fachwerk 1611 – Bauen. Leben. Schützen.“

„Ein Jahr lang ist unser Fachwerkhaus von 1611 das größte Ausstellungsobjekt, das wir präsentieren“, macht Lars Friedrich neugierig auf die Zeit nach der Öffnung. Bis zum 4. Dezember stellt das Museum im Bügeleisenhaus „die Geschichte des Gebäudes vor, wir zeigen bauliche Besonderheiten auf und porträtieren seine Bewohner“. Zudem zeigt der Verein mehr als ein Dutzend historische Hausbalken von zum Teil längst abgerissenen Hattinger Fachwerkhäusern. Zu sehen sein wird auf fast vier Quadratmetern auch das Stadtmodell von Johann Wittmers, das die Altstadt vor der Sanierung in den 1960er Jahren im Maßstab 1:100 zeigt. Schirmherr der Sonderausstellung wird Bürgermeister Dirk Glaser sein.

Bis zur Sonderausstellung wollen der Verein und seine rund 80 Mitglieder klären lassen, wann der dem Altbau von 1611 vorgelagerte Hausanbau entstanden ist. „Seit den 1980er Jahren wird angenommen, dass der Anbau um 1630 entstanden ist“, erzählt Lars Friedrich. Eine wissenschaftliche Untersuchung alter Fachwerkbalken soll belegen oder widerlegen, ob der prächtige Zubau wirklich mitten im Dreißigjährigen Krieg errichtet wurde, als Hattingen fast durchgängig von katholischen Truppen besetzt war.

Bereits vor dem April wird der Heimatverein aktiv und mischt an vielen Stellen mit. So ist er beim Rosenmontagszug dabei und bei der Ranzenparty. Die Ausrichtung des zweiten Kreativwettbewerbs für Schulen im Ennepe-Ruhr-Kreis, die Fortführung der Sparkassen-Schülerworkshops für Grundschulklassen und die Teilnahme am westfälischen Hansetag in Wesel stehen an. Der Verein arbeitet mit Kooperationspartner von der Kunstschule „Die Basis“ bis zur Stadtbibliothek zusammen. Am 18. Februar wird in der Stadtbibliothek der neueste Heimatfilm gezeigt. Horst Groth aus Ennepetal porträtiert darin die Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises. Auf Einladung des Heimatvereins wird Landrat Olaf Schade die Bedeutung des Landkreises für die neun Kommungen erläutern.

Nicht nur der Blick nach vorn verspricht Interessantes. Erfreulich ist auch der Rückblick aufs abgelaufene Jahr. „2680 Interessenten haben sich zwischen April und Dezember mit unserem Ausstellungsthema Hattingen Untertage befasst“, bilanziert Friedrich. Mit seinem breiten Rahmenprogramm mit Wanderungen, Lesungen und Vorträgen habe der Verein 43 Prozent mehr Gäste gelockt als 2014, freut sich Friedrich. Damals hatten Hattinger Sammler ihre Schätze ausgestellt.

 
 

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