Cannabis-Pflanze auf Balkon angebaut

Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hat das Amtsgericht einen 32-jährigen Hattinger zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte auf dem Balkon seiner Wohnung Cannabis-Pflanzen angebaut, die er zuvor im Garten eines Altenheimes gefunden hatte.

Hattingen. „Ich habe alles gesagt, was gesagt werden muss“, erklärt der 32-jährige Hattinger vor der Urteilsverkündung am Mittwoch im Amtsgericht. Die Anklage hatte ihm einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Das Rauschmittel Cannabis soll der Angeklagte bis zum 25. Oktober des vergangenen Jahres auf dem Balkon seiner Wohnung in Welper angebaut haben. „Ja, das ist richtig“, gibt der 32-Jährige zu und nickt einsichtig. Während der Sitzung verzichtet der Angeklagte auf einen Verteidiger.

Die Cannabis-Pflanze habe er während seiner Tätigkeit als Hausmeister-Gehilfe im Garten eines Altenheims gefunden und daraufhin mit nach Hause genommen, erinnert sich der Angeklagte. Natürlich habe er bereits damals gewusst, dass es sich bei der Pflanze um Cannabis handele.

Der Mann ist bereits mehrfach wegen Diebstahls und fahrlässiger Körperverletzung vorbestraft. Positiv wertet Richter Johannes Kimmeskamp in diesem Zusammenhang jedoch, dass die bisher letzte Verurteilung des Angeklagten bereits sieben Jahre zurückliegt. Zudem sei der ­32-Jährige im aktuellen Fall geständig, so der Richter.

Für den unerlaubten Anbau von Betäubungsmitteln verhängt Johannes Kimmeskamp schließlich eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je zehn Euro. Hierbei sei das geringe Einkommen des Angeklagten berücksichtigt worden.

 
 

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