Burg und Bügeleisenhaus begeistern

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Mit Museumspädagogin Nina Klimke und Denkmalpfleger Jürgen Uphues machen Grundschüler eine gedankliche Reise ins Mittelalter und lernen Stadtgeschichte .

Hattingen..  Ritter – die sind sowohl für Jungen als auch für Mädchen sehr interessant und das Thema Mittelalter ist deshalb ideal geeignet, um Kinder für Geschichte und für das Museum zu begeistern. Das zeigt das Projekt des Heimatvereins Hattingen/Ruhr in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Erhaltung der Isenburg sowie den Bündnispartnern Mentor Hattingen und Kipa Hattingen. Sechs Kinder, die die Grundschule Bruchfeld besucht haben, begeben sich auf eine gedankliche Zeitreise in die Vergangenheit und lernen dabei gleichzeitig ihre Stadt kennen.

Die Gruppe hat die Isenburg besichtigt und sich mit Denkmalpfleger Jürgen Uphues vorgestellt, dass die heutige Ruine früher voller Leben war. „Wir haben Burgfräulein gespielt“ sagen die Mädchen lachend. Justina (10) war schon viermal mit ihrem Papa und einmal mit ihrer Klasse hier. Max (9) hingegen war zum ersten Mal dort. „Ich finde die Rüstungen von Rittern super, das Reiten und Bogenschießen.“ Auf die Frage, ob er denn lieber im Mittelalter leben möchte, schüttelt er jedoch den Kopf. „Nein, früher war alles viel anstrengender für die Menschen als heute. Es gab auch keine Schulen und kein Strom“, hat er gelernt.

Auch Cecile (9) trägt zwar gerne für ein paar Minuten ein Kettenhemd, dauerhaft wäre ihr das aber zu schwer. „Auf einen Fernseher könnte ich sogar verzichten“, sagt sie. „Aber nicht auf Lampen, ein bequemes Bett und auf meinen Nintendo.“

Museumspädagogin Nina Klimke erklärt: „Der Rundgang über die Ruine der Isenburg hat den Kindern anschaulich gemacht, wie die Menschen im Mittelalter gelebt haben. Dadurch ist das Thema nicht mehr so fremd für sie. Wir haben uns angeschaut, wo früher das Plumpsklo, der Keller oder die Aufenthaltsräume des Grafen waren.“

Jetzt basteln die Kinder im Bügeleisenhaus Dinge, die sie am Thema Mittelalter begeistert haben. Burgen, Kutschen, Ritter landen in einer Box, die bis zum Ende der Herbstferien unter dem Motto „Hattinger Schätze“ im Museum im Bügeleisenhaus ausgestellt wird. Danach nehmen die Kinder ihr Gebasteltes als Erinnerung mit nach Hause. Neben dem Spaß und dem Geschichtslernen erhalten die Kinder auch Einblicke in die Arbeitsmethoden eines Museums: Sammeln, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln.

Nina Klimke erklärt den Kindern, wie die Fundstücke von der Isenburg in das Bügeleisenhaus gekommen sind. Die Kinder basteln zwischen Vitrinen, die mit alten Hufeisen, Waffen, Schlüssel und Tierknochen bestückt sind. Einige Kinder waren zwar schon öfter auf der Isenburg, aber noch nicht im Bügeleisenhaus.

 
 

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