Burbulla bewirbt sich in Herne

Frank Burbulla , Kämmerer und Erster Beigeordneter der Stadt Hattingen.
Frank Burbulla , Kämmerer und Erster Beigeordneter der Stadt Hattingen.
Foto: Fischer
Hattingens Erster Beigeordneter und Kämmerer will dort Dezernent für Feuerwehr, Recht und Bürgerdienste werden. Die Wahl ist am 19. Mai.

Hattingen..  Frank Burbulla will Dezernent in Herne werden. Der Erste Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Hattingen hat sich auf die Chefstelle des neu geschaffenen Dezernats für Feuerwehr, Recht und Bürgerdienste der Stadt Herne beworben. Am Montagabend stellte er sich den dortigen Ratsfraktionen von SPD und CDU vor. Dabei hatte er einen Mitbewerber. Allerdings haben sich die SPD einstimmig und die CDU mit 11:2 Stimmen direkt nach den Vorstellungen auf Frank Burbulla geeinigt. Damit dürfte der Wahl des Hattingers in der Ratssitzung am 19. Mai nichts mehr im Wege stehen. SPD und CDU bilden im Herner Stadtparlament eine Große Koalition und verfügen über eine deutliche Mehrheit der Sitze. Das Dezernat, das Frank Burbulla möglichst schon im Sommer übernehmen soll, ist auf Wunsch der Herner Christdemokraten neu geschaffen worden. Keiner der fünf aktuellen Dezernenten hat ein CDU-Parteibuch – und das sollte sich nach dem Zusammenschluss in der Großen Koalition ändern.

Frank Burbulla hat seine Kandidatur der WAZ auf Nachfrage am Dienstag bestätigt. Weitere Fragen will er bis zur Wahl am 19. Mai nicht beantworten.

In Hattingen war Burbulla zuletzt als Bürgermeisterkandidat der CDU für die Wahl am 13. September 2015 gehandelt worden. Allen Versuchen der CDU-Spitze, ihn zu einer Kandidatur zu bewegen, erteilte er allerdings – ebenso wie Ulrich Brauksiepe – eine Absage. Jetzt unterstützt die CDU zusammen mit Grünen und FDP den parteilosen Kandidaten Dirk Glaser.

Im Jahr 2004 hatte Frank Burbulla die Hand an Hattingens Bürgermeisterstuhl gelegt. Als CDU-Kandidat zog er gegen Dagmar Goch (SPD) ins Rennen, die zuvor Dezernentin in Herne war. Burbulla zwang Goch in die Stichwahl und unterlag dort äußerst knapp.

Frank Burbulla (46) ist gebürtiger Hattinger. Er studierte in Bochum Rechtswissenschaft, ist Diplom-Verwaltungswirt und Voll­jurist. 1990 trat er in die CDU ein. Im Herbst 2001 wurde er – seinerzeit noch unter Bürgermeister Dieter Liebig (SPD) – zum Ersten Beigeordneten der Stadt Hattingen gewählt und 2009 vom Rat der Stadt für eine zweite Amtszeit bestätigt. Im Jahr 2017 hätte er sich erneut zur Wiederwahl stellen müssen.

In den 14 Jahren seiner Amtszeit ist die Arbeit des Hattinger Stadtkämmerers nicht nur lokal und regional anerkannt und gewürdigt worden. Auch für einen Sprung in die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde Burbulla immer wieder gehandelt – und das nicht nur zu Zeiten der Regierung Rüttgers (CDU).

Frank Burbulla ist mit Jasmin Michel-Burbulla verheiratet, die an der Bahnhofstraße ein Tanzstudio betreibt. Er ist in die Kommunalpolitik gegangen, „weil man dort sein eigenes engstes Lebensumfeld mitgestalten kann“. Auf die Frage, was ihn dabei nervt, hat er in einem Interview einmal gesagt: „Ideologiebehaftete Diskussionen aus parteistrategischen Gründen.“

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