Bürgermeisterin: 64 000 Euro für Stadttor

Foto: Arne Poll
Sparkassen-Stiftung habe angespart, sagt Goch im Gespräch mit der Hattinger WAZ-Redaktion.

Hattingen.  Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch hat im Gespräch mit der Hattinger WAZ erklärt, dass 64 000 Euro an Mitteln aus der Sparkassen-Stiftung für die Weiltor-Plastik von Agustí Roqué zur Verfügung stehen.

„Die Stiftung hat über drei Jahre jeweils 16 000 Euro angespart, und jetzt kommen noch einmal 16 000 hinzu – macht 64 000 Euro“, so die Bürgermeisterin, die auch im Verwaltungsrat, Kreditausschuss und Bilanzprüfungsausschuss der Sparkasse Mitglied ist. „Jetzt müssen wir schauen, ob das Projekt zu realisieren ist. Auf jeden Fall wird es kein städtisches Geld dafür geben.“

100 000 Euro soll indes der Entwurf des katalanischen Künstlers kosten, der als Wettbewerbs-Sieger auserkoren wurde. In den vergangenen Wochen hatte es heftige Reaktionen auf die mögliche Umsetzung gegeben (die WAZ berichtete).

„Diese Diskussion ist interessengeleitet“, meint Dagmar Goch dazu. „Das ist bei Kunst und Kultur genauso wie beim Sport. Und ich nehme niemandem die Diskussion übel.“ Kunst müsse irritieren, erklärt sie. „Die Frage ist: Was ist mir Kunst wert? Und darüber kann ich nur diskutieren, wenn ich es gelernt habe, die Ästhetik zu verstehen.“

100 000 Euro stehen für die Weiltor-Plastik aber nicht zur Verfügung. Eine Lösung wäre eine Überarbeitung durch den Künstler selbst – oder ein ganz anderer Entwurf. „Ein so großes Objekt“, so Stiftungsvorstand Dieter Rumberg bereits in einem früheren WAZ-Gespräch, habe man noch nicht begleitet.

An zwei der bisher vier neuzeitlichen Stadttore war die Sparkassen-Stiftung beteiligt: am Steinhagentor gemeinsam mit der HWG; und am „Engel ante portas“ (Holschentor).

 
 

EURE FAVORITEN