Bilderwelt zum fairen Handel

Foto: Volker Speckenwirth / Funke Foto Services
Während der Fair-Trade-Woche hängen in 26 Hattinger Geschäften in der Innenstadt 29 Themenbilder von Kindern und Jugendlichen.

Hattingen..  Welche Bedeutung der faire Handel hat, haben in der vergangenen Woche Kinder auf Kunstwerken festgehalten. Nun sind die 29 Ergebnisse in einigen Schaufenstern in der Innenstadt zu sehen.

„Uns war es wichtig, dass Kinder von klein auf mit dem fairen Handel vertraut gemacht werden. Er sollte nicht unbedingt moralisch überdacht werden, aber es sollte auf das Konsumverhalten aufmerksam gemacht werden“, sagt Bodo Steinhauer, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Winz-Baak.

Die evangelische Kirche hatte deshalb 16 Kitas, Kindergärten und Schulen sowie das Haus der Jugend angesprochen. Lehrer und Erzieher haben den Kindern einen Impuls zum Thema gegeben, den jene dann kreativ umgesetzt haben.

An 26 Schaufenstern hängen die einen Quadratmeter großen Bilder, manche Geschäfte haben zwei Werke ausgestellt. Die Inhaber haben dafür teilweise extra ihre Dekoration entfernt, um den Kunstwerken Platz zu bieten. „Wir haben die Fläche und hier kommen viele Leute vorbei. So kann dem fairen Handel eine Plattform geboten werden“, findet Kerstin Seyock vom gleichnamigen Elektrofachhandel, wo eines der Bilder gezeigt wird.

Einige Hattinger Händler finden es wichtig den fairen Handel zu unterstützen. Marion Ambrosius-Schuhmacher, Inhaberin von Minimaxi im Krämersdorf, sagt: „Ich habe selber leider keine fair gehandelten Produkte, weil ich feste Lieferanten für meine Ware habe.“ Dennoch mache sie sich darüber Gedanken, den fairen Handel zu unterstützen. „Ich finde es toll, wenn solche Themen angestoßen werden. Gerade hier in unserer Innenstadt leben wir den Handel ja vor“, sagt sie.

Gerechtigkeit ohne Ausnutzung

Mehrere Schulklassen waren in dieser Woche zu Gast bei Ute Heinrichs im Weltladen El Camino. Dort ist zum Beispiel ein Gemälde der städtischen Kita Oberwinzerfeld zu sehen. „Fairer Handel bringt Gerechtigkeit in die Welt, die Leute werden dabei nicht ausgenutzt“, betont Heinrichs.

Auch Nosrat Dameshghi vom Teeladen gegenüber verkauft Gepa-Produkte, also fair gehandelte Waren. „Ich unterstütze gerne die Maßnahmen in den Entwicklungsländern“, sagt der Hattinger mit iranischen Wurzeln. Die Kinder vom Familienzentrum Holthausen freut es. Ihr Bild steht draußen gut sichtbar vor der Tür.

„Man muss heutzutage bei vielen Produkten aufpassen, wenn man den fairen Handel unterstützen möchte“, merkt Pfarrer Bodo Steinhauer an. Bei Kaffee und Tee sei es noch einfach, bei Bananen werde es gerade im Winter schon schwieriger. „Bei Kleidung, Möbeln, Geflügel oder Gemüsesorten ist die Herstellung und Herkunft auch kompliziert“, gibt Steinhauer zu bedenken. Dass sich das genauer Hinsehen lohnt, dafür wirbt die Hattinger Weltwoche.

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