Besucherplus im Bügeleisenhaus

Der Hausherr: Lars Friedrich, der Vorsitzende des Heimatvereins,
Der Hausherr: Lars Friedrich, der Vorsitzende des Heimatvereins,
Foto: WAZ
Stolze Jahresbilanz: Der Heimatverein zählte 40 Prozent mehr Gäste in den Sonder- und Dauerausstellungen des Museums im Bügeleisenhaus. Die Planung des Vorsitzenden Lars Friedrich reicht bis ins Jahr 2016: Dann soll’s eine Schau geben mit „Kleinigkeiten“: Exponaten von höchstens 20 Zentimeter Größe.

Hattingen..  Der Schub nach vorne ist sogar noch deutlich größer, als zuletzt im WAZ-Bericht Ende November vorhergesagt – aber da hatte das Bügeleisenhaus ja auch noch nicht seine Pforten für dieses Jahr geschlossen. Mit einem Besucherzuwachs von 40 Prozent gegenüber 2012 (statt der zunächst angenommenen 20 Prozent plus) zieht der Heimatverein eine überaus positive Bilanz für das Ausstellungsjahr 2013.

Vorsitzender Lars Friedrich: „2106 Gäste haben von Ende April bis Anfang Dezember unsere Ausstellungen im Museum im Bügeleisenhaus besucht. Zur Steinzeitausstellung 2012 waren es 1501.“

Zur Erfolgs-Bilanz hinzurechnen kann der Verein zudem weitere 161 Besucher von insgesamt sechs Sonderveranstaltungen – darunter eine Krimi-Lesung mit Autorin Birgit Ebbert in der Mayerschen Buchhandlung, eine Kräuterführung über den Isenberg und ein Besuch im neuen Stadtarchiv im Rauendahl.

„Unser Konzept geht auf“, freut sich Friedrich: „Der Heimatverein positioniert sich nicht nur als stolzer Besitzer des bekanntesten Hattinger Fachwerkhauses und als Träger des dortigen Museums, sondern immer mehr auch als Anbieter von niederschwelligen Kultur- und Bildungs-Angeboten.“ Diesen Kurs will der 93 Jahre junge Verein im neuen Jahr fortsetzen – unabhängig vom Start der Museumssaison am Samstag, 10. Mai 2014.

Dann eröffnet eine Co-Produktion möglichst vieler Bürger – sofern nämlich eine Sammelleidenschaft ihr Zuhause füllt. „Hattingen sammelt – Hattinger Sammler zeigen ihre Schätze“ soll die Ausstellung heißen. Der Blick des Vereinsvorsitzenden reicht allerdings noch weiter. „Wir versuchen, immer zwei Jahre im Voraus zu planen“, sagt Lars Friedrich.

Oder sogar drei Jahre. Für das Ausstellungsjahr 2015 meint der vielsagende Titel „Unter uns“ nämlich das unterirdische Hattingen: Und dies könnte eine so umfassende wie umfängliche Schau werden, die das schmale Kaufmanns- und Tuchmacherhaus von 1611 vom Brunnen bis zum Dachgiebel füllen könnte.

„Dann“, so Lars Friedrich, „würden wir mit unserer zweiten Sonderausstellung ins Jahr 2016 ausweichen“. Obwohl dann doch „nur“ Kleinigkeiten zu sehen sind: „Kleine Kostbarkeiten bis 20 Zentimeter aus den Hattinger Museen“ sind dann in den kleinen Kabinetten des Fachwerkhauses ausgestellt.

Und das klingt fast so spannend wie der baldige Blick auf jene Sammelleidenschaften, von denen sich Menschen zwischen Niederwenigern und Blankenstein bezaubern lassen.

 
 

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