Barocke Klänge mit Saxophon

Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Die Gruppe Saxorganum spielte bei der „Blankensteiner Abendmusik“ in der Kirche.

Hattingen..  Auf den Kirchenbänken haben sich zahlreiche Besucher niedergelassen. Stille herrscht, die Kerzen erleuchten mit ihrem warmtrüben Licht das Kirchenschiff der Kirche der evangelischen Gemeinde Welper-Blankenstein an der Burgstraße. Die Kirchenglocken beginnen zu läuten. Wie ein Herz, das zu schlagen beginnt, erschallen die dumpfen Töne durch den Raum. Dann durchbricht der Klang eines Saxophons die Atmosphäre.

Schon bald beginnen zusätzlich zum Sopran-Saxophon auch ein Alt-sax und eine Orgel zu spielen. „Saxorganum“: Das sind die Saxophonisten Jörg Gravenhorst und Stephan Schulte sowie Organist Uwe Droszella – drei etablierte Musiker, die romantische und barocke Stücke mit einem Instrument darbieten, das man eher mit Blues oder Jazz in Verbindung bringt. Nicht umsonst bezeichnet Hansjörg Federmann, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Welper-Blankenstein, die drei Musiker, die sich hier zusammengefunden haben, bei seiner Begrüßung als „Expressionisten“ und „Novum“.

Neu in vielerlei Hinsicht. „Der heutige Auftritt ist für uns eine absolute Premiere. Es ist der erste, den wir gemeinsam bestreiten. Wir haben uns eigentlich nur für den heutigen Abend zusammengetan“, erzählt Sopran-Saxophonist Jörg Gravenhorst. Hoch oben auf einer Empore über der Kirchenkanzel und mit Stücken von Claude Debussy, Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré oder Tomaso Albinoni schaffen die drei Musiker eine klangliche Atmosphäre, die zum Träumen einlädt. Die musikalische Reise in andere Zeiten endet damit, dass Droszella die Orgel gegen ein Cembalo eintauscht, das seine Blütezeit in der Barockmusik feierte.

 
 

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