Autohaus ergattert das vierte Trikot

Am Ziel: Thomas Röthig, Uwe Gehrmann (Autohaus Wicke), Bernd Loewe („Hattingen solidarisch“, v.l.)Foto: udoKreikenbohm
Am Ziel: Thomas Röthig, Uwe Gehrmann (Autohaus Wicke), Bernd Loewe („Hattingen solidarisch“, v.l.)Foto: udoKreikenbohm
Foto: WAZ FotoPool
Für 499 Euro wechseln handsignierte DFB-Kluft und Spielball den Besitzer

Hattingen..  Das Spiel ist aus. Die Sommer-A(u)ktion von Sozialsponsor Thomas Röthig und Hattinger Zeitung ist abgepfiffen. Sieger: das VW-Autohaus Wicke aus Bochum-Linden. Für 400 Euro ersteigerte das Unternehmen ein Trikot der Fußball-Nationalmannschaft, für 99 Euro den Original-Spielball Tango 12 – beide mit den Unterschriften aller deutschen Spieler des EM-Kaders. Der Erlös wurde jetzt an die Organisation „Hattingen solidarisch“ übergeben.

Wicke-Geschäftsführer Uwe Gehrmann freut sich: „Wieder haben wir ein solches Schmuckstück ergattert.“ Trikot und Ball sind bereits die vierte Sport-Devotionalie, die das Autohaus nun in seinen Räumen an der Hattinger Straße präsentieren kann. Neben einem weiteren signierten Deutschland-Trikot von der WM 2010 und einem VfL-Bochum-Trikot ersteigerte Wicke erst 2011 bei der Hattinger Zeitung ein unterschriebenes Nationaltrikot von Basketball-Weltstar Dirk Nowitzki und bescherte der DRK-Ostafrika-Hungerhilfe damals 1650 Euro.

„Unsere Wände bieten noch viel mehr Platz, es können also noch einige Auktionen folgen“, scherzt Gehrmann. Fußball-Sachen sind für den Geschäftsmann besonders reizvoll. „Wir sind dem Fußball hier sehr verbunden, außerdem passt es zum Standort Ruhrgebiet.“ Über die Motivation hinter der großen Spendenbereitschaft und das Interesse an den Sammlerstücken sagt Gehrmann: „Uns geht’s gut. Warum soll man also nichts machen? Außerdem sind die schicken Trikots ja eine feine Sache, um die Firma gut darzustellen.“

Auf die Idee, bei der Auktion mitzumachen, brachte ihn Mitarbeiter Markus Scholz. Der hatte Karten für das EM-Halbfinale sowie das Endspiel. „Wir hatten natürlich im Vorfeld gehofft, dass unsere Nationalelf im Finale stehen würde“, berichtet Scholz, der nach dem verlorenen Halbfinale gegen Italien zunächst von Warschau zurück nach Deutschland flog, um keine zwei Tage später nach Kiew zum Endspiel zu reisen. „In der Ukraine war die Stimmung besser, wir wurden freundlicher empfangen.“

Auch Sozialsponsor Thomas Röthig, der sich seit zwölf Jahren mit seinen Auktionen für wohltätige Zwecke einsetzt, war begeistert von den fast 500 Euro, die bei der Versteigerung zusammenkamen. Wer Röthig kennt, weiß, dass das nicht die letzte Auktion war, die der 58-Jährige in die Wege geleitet hat. Er hat seine Fühler schon wieder ausgestreckt – in Richtung Goldmedaillen-Gewinner bei Olympia.

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