Aufwertung des Bügeleisenhauses

Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Kaufland schenkt der Stadt drei Bänke und vier Bäume – für die Neugestaltung des Platzes am Bügeleisenhaus. Bis diese dort stehen werden, der Platz auch sonst aufgehübscht ist, dürfte zwar noch mindestens ein knappes Jahr vergehen. Doch die Pläne, wie diese Freifläche einmal aussehen wird, sind spätestens seit Dienstag recht konkret. Da votierte der Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich für den von der Verwaltung favorisierten städtebaulichen Entwurf zur Neugestaltung besagter Fläche (die im Zuge des Abrisses der Pavillons auf rund 1000 m2 „angewachsen“ ist; diese Fläche will Kaufland der Stadt für den symbolischen Preis von einem Euro verkaufen).

2,40 Meter lange Hockerbänke aus Hartholz mit Fußquadern aus zementgrauem Sichtbeton: Säulen-Amberbäume, mit hoch wachsenden, kegelförmigen Kronen, die die Kaufland-Lamellenfassade kaschieren sollen: Diese Punkte der Platzgestaltung hatte die Verwaltung bereits im Vorfeld der Sitzung mit Kaufland abgestimmt. Dass die vier Bänke keine Rückenlehnen haben sollen, fand zwar nicht die allseitige Zustimmung, wurde am Ende aber mehrheitlich akzeptiert. Zumal Jens Hendrix, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Stadtentwicklung, erklärte: Der Platz sei von seiner Funktion „keiner, an dem man lange verweilt“.

Ganz bewusst soll die Freifläche vor dem Bügeleisenhaus nach ihrer Aufhübschung übrigens von „relativ zurückhaltender Erscheinung sein“, betonte Hendrix. Ausgeleuchtet mit vier modernen Leuchten (so genannten Oberlichtlaternen der Firma Trilux), denkbar ist hierfür laut Hendrix LED-Licht. Die Kosten für die Beleuchtung übernimmt dabei die Stadt, ebenso die für die Pflasterung des Platzes. Insgesamt würde diese Maßnahme das Stadtsäckel mit etwa 180 000 Euro belasten, die Ausgabe ist für den Etat 2014 angemeldet.

Was die künftige Pflasterung betrifft, so soll diese unter anderem so gestaltet sein, dass sie den Blick auf das Bügeleisenhaus lenkt, eines der Wahrzeichen der Stadt. Hierfür ist zwischen dem Bügeleisenhaus und der mittleren der drei Sitzbänke ein hellgrauer Pflasterstein vorgesehen. Die SPD-Fraktion regte zudem an, durch die Art der Bepflasterung auch Grundrisse der alten Häuser von Klein-Langenberg sichtbar zu machen (was die Verwaltung, wie Hendrix signalisierte, überdenken wolle).

Bis die neuen Steine kommen, wird es, wie gesagt, indes noch rund in Jahr dauern. Vorerst wird Kaufland die Grundfläche der beseitigten Pavillons provisorisch pflastern. „Das ist kein Schildbürgerstreich“, so Hendrix. Eine spätere Veränderung dieser Bepflasterung sei vielmehr „unproblematisch“. Der Plan: die endgültige Pflasterung des Platzes am Bügeleisenhaus und der unteren Großen Weilstraße „in einem Schwung“. Start? Voraussichtlich Mitte 2014.

 
 

EURE FAVORITEN