Auf dem Weg zum Youtube-Star

Sebastian Meichsner (l.) und Chris Manazidis wollen mit ihren Videos durchstarten,
Sebastian Meichsner (l.) und Chris Manazidis wollen mit ihren Videos durchstarten,
Foto: WAZ FotoPool
Hattinger gewinnen europaweiten Wettbewerb und reisen jetzt zum Workshop nach London.

Hattingen..  „Wir sind Internetkinder“, sagen sie über sich selbst. Außerdem sind sie Hattinger und auf dem Weg, Youtube-Stars zu werden. Christian Manazidis (26) und die Brüder Philipp (22) und Sebastian Meichsner (26) gehören zu den Gewinnern eines europaweiten Wettbewerbs des Videoportals Youtube.

„Den Wettbewerb gab es schon letztes Jahr“, erzählt Sebastian. Und wer viel auf Youtube unterwegs sei, der würde eben darauf aufmerksam. Und die drei Jungs sind begeisterte Nutzer, haben ihren eigenen Kanal namens Bullshit TV. Und da ist der Spaß das Wichtigste: „Das erste Video haben wir 2010 mit einem kleinen Camcorder im Schlafzimmer aufgenommen“, erinnert sich Chris. Inzwischen ist die Technik besser geworden, aber dem Konzept sind die drei treu geblieben: „Menschen, die über sich lachen können, sind ohnehin selbstbewusster“, ist der Grafiker überzeugt.

Dieses Selbstbewusstsein kam ihnen auch im Wettbewerb des Videoportals zugute. Die Aufgabe: Ein neues Format für den eigenen Videokanal entwickeln und umsetzen. Die Hattinger versuchten sich am „Movie Mash“. Sie drehten Szenen bekannter Filme nach, füllten sie mit eigenen Inhalten und setzten sie neu zusammen. „Dieses Video war mit am aufwendigsten“, meint Sebastian. Die größte Schwierigkeit: Sein Bruder Philipp lebt in Berlin. „Deshalb haben wir die Szenen an einem Tag abgedreht, aber das Drehen macht auch am meisten Spaß“, erklärt der studierte Diplom-Ökonom. Die Nachbearbeitung sei dagegen sehr zeitraubend. 20 bis 40 Stunden könnten für den Schnitt und die Effekte schon draufgehen.

Und die Arbeit hat sich gelohnt. Die Freunde konnten überzeugen. Ihr Preis: 3000 Euro, eine Videoausrüstung im Wert von 4000 Euro und eine Reise nach London ins Youtube Creator Space Produktionsstudio. „Am 2. Dezember geht es los. Dort gibt es Fernsehkameras, Greenscreen-Räume und so weiter“, verrät Sebastian. Dann versuchen die drei ihrem Ziel näher zu kommen: Die Qualität weiter zu steigern und mit Videos Geld zu verdienen. „Wir sind noch am Anfang, aber dafür schon ziemlich gut“, findet Chris und ergänzt: „Es ist toll, wir sind ständig unterwegs und beschäftigen uns mit nicht alltäglichen Dingen.“ In London wollen die Hattinger dann auch so viel wie möglich drehen. Die Motivation der drei von Bullshit TV ist klar: sich von Video zu Video zu steigern. Sie finden: „Deutschland weiß noch gar nicht, was in Youtube steckt.“

 
 

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