Arche-Noah-Kinder dürfen bleiben

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Kirchenvorstand stimmt der Unterbringung des Kindergartens im katholischen Gemeindehaus zu. Zukunft des Asbest-Baus ist noch unklar.

Hattingen..  Die 45 Kinder des evangelischen Kindergartens Arche Noah dürfen im katholischen Gemeindehaus Blankenstein bleiben. Das entschied jetzt der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Peter und Paul. Der Kindergarten hatte im Oktober schließen müssen, nachdem bei Renovierungsarbeiten Asbest gefunden worden war. Seitdem waren die Kleinen übergangsweise im Gemeindehaus untergebracht. Und dort dürfen sie nun bleiben. Die Zukunft des Kiga-Baus ist unterdessen noch nicht geklärt.

Ursprünglich sollten die Kinder nur für sechs Wochen eine Zuflucht im Gemeindehaus finden – für die Zeit, in der die eigenen Räume renoviert werden sollten. Nach dem Asbest-Fund ist nun die Rede von ein bis zwei Jahren. Und diesen Zeitraum segnete der Kirchenvorstand ab. Von dort heißt es: Eine entscheidende Rolle haben die Bedürfnisse der vielen Ehrenamtlichen vor Ort gespielt. Sie waren befragt worden.

Gruppen haben weiter Platz

Der Förderverein, der das Gemeindehaus unterhält, hatte bereits seine Bereitschaft angedeutet, die Räume weiter zur Verfügung zu stellen. „Dafür sind wir ja da. Und ohne Ökumene geht nichts“, sagt Vorstandsmitglied Reinhard Linde. Allerdings muss nun auch etwas umdisponiert werden, um Platz für den Kindergarten zu schaffen. „Eine Yoga-Gruppe geht dafür ins evangelische Küsterhaus“, berichtet Linde. Die obere Etage des Gemeindehauses bleibe aber für die Gruppen erhalten.

Im Souterrain, wo die Kinder übergangsweise bereits untergebracht sind, können sie sich nun etwas dauerhafter einrichten. „Wir bekommen sogar einen Raum mehr. Von der Quadratmeterzahl ist das wie im Kindergarten – nur anders aufgeteilt“, freut sich Einrichtungsleiterin Silvia Mahle.

Der Beschluss des Kirchenvorstands billigt auch bauliche Änderungen nach den Auflagen des Landesjugendamtes. So soll es Kindertoiletten geben, und die Betreuungsräume werden abgetrennt von den anderen Räumen des Gemeindehauses: „Damit niemand reinkommt, der dort nicht hingehört“, erklärt Linde. Im Außenbereich können Spielgeräte für die Kinder installiert werden.

Was mit dem alten Kindergarten-Gebäude passiert, ist noch unklar. Das Presbyterium hat sich dafür ausgesprochen, das Familienzentrum zu erhalten. Die Stadt hat deutlich signalisiert, dass sie die Einrichtung von Plätzen für Unterdreijährige, die es an der Laubergasse bisher nicht gab, befürwortet, weiß Pfarrer Hansjörg Federmann. Bis Ende des Monats soll nun ein Konzept erarbeitet werden, welche bauliche Lösung die günstigste ist – Neubau oder Sanierung. Bliebe das Gebäude erhalten, müsste es bis auf den Rohbau zurückgebaut werden.

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