Anstieg von Zwangsstilllegung bei Fahrzeughaltern in Witten

Nur in einem von zehn Fällen entfernen die Außendienstmitarbeiter am Ende tatsächlich das Siegel vom Kennzeichen.
Nur in einem von zehn Fällen entfernen die Außendienstmitarbeiter am Ende tatsächlich das Siegel vom Kennzeichen.
Foto: UVK
EN-Kreis verzeichnet Anstieg um 85 Fälle. Häufigster Grund: ein fehlender Versicherungsschutz

Witten..  6494 Fahrzeughaltern im Ennepe-Ruhr-Kreis drohte im vergangenen Jahr eine Zwangsstilllegung ihres fahrbaren Untersatzes. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 85 Fälle. Im Zeitraum der letzten fünf Jahre ist es nach 2010 (6890) der zweihöchste Wert.

Mit Abstand häufigster Grund für Post vom Straßenverkehrsamt der Kreisverwaltung war mangelnde Sorgfalt beim Versicherungsschutz. 4289 Fahrzeughalter waren beim Bezahlen der Versicherungsprämie zu nachlässig. „Grundsätzlich muss beim Anmelden des Fahrzeugs eine Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden“, so Sabine Völker, Leiterin des Straßenverkehrsamtes der Kreisverwaltung.

Versicherungsschutz besteht nur wenn gezahlt wird

„Der vorgeschriebene Versicherungsschutz besteht aber natürlich nur dann, wenn die entsprechenden Rechnungen auch beglichen werden.“ Fließt kein Geld, melden die Versicherer ihre säumigen Kunden dem Kreis und das Straßenverkehrsamt fordert den Halter auf, unverzüglich einen neuen Versicherungsschutz nachzuweisen.

Weitere Gründe für die Androhung einer Zwangsstilllegung waren unterlassene Änderungen in den Fahrzeugpapieren (1428) und festgestellte Mängel am Fahrzeug (631).

1477 Fälle mit Beauftragung von zwangsweiser Stilllegung

Weil Fahrzeughalter trotz Aufforderung keine entsprechenden Versicherungs- oder Steuerzahlungsnachweise vorlegten, mussten die Außendienstmitarbeiter des Ennepe-Ruhr-Kreises in 1477 Fällen mit der zwangsweisen Stilllegung beauftragt werden. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung von 29 Fällen. Erfahrungsgemäß wirkt der persönliche Besuch häufig Wunder.

Nur in einem von zehn Fällen entfernen die Außendienstmitarbeiter am Ende tatsächlich das Siegel vom Kennzeichen.

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