Wortwitzig, bissig, aktuell und sehr amüsant

Dr. Peter Schütze und sein Ensemble feierten eine gelungene Premiere der Komödie „Das tolle Geld" und sicherten sich den langanhaltenden Applaus des Publikums.
Dr. Peter Schütze und sein Ensemble feierten eine gelungene Premiere der Komödie „Das tolle Geld" und sicherten sich den langanhaltenden Applaus des Publikums.
Foto: WP

Hohenlimburg.  Es war eine glanzvolle Premiere. „Das tolle Geld“ (weiterer Bericht siehe Mantelseite Kultur) verzauberte am Samstagabend im Schlosshof die Besucher. „Ausverkauft“, vermeldete dabei Elke Adomeit (Freundeskreis).

Schlossspiel-Leiter Dr. Peter Schütze hatte dieses Mal auf eine hochkarätige Besetzung gebaut: Qualität statt Quantität. Erstklassig, und erstmals bei den Schlossspielen dabei, der knorrig-kauzige Richard Saringer (Sawwa), der zusammen mit der noch immer so ungemein jugendlich und frischen Ariane Raspe (Lydia) den meisten Applaus einheimste. Aber auch alle anderen Mimen überzeugten restlos und sorgten damit für einen unvergesslichen Schlossspiel-Abend.

Kriszti Kiss (Nadeshda), seit Jahren bei den Premieren als eine der Hauptdarstellerinnen dabei, freute sich über das Lob, das von allen Seiten nach der Vorstellung auf sie einprasselte. „Es ist ein schwieriges Stück. Nicht einfach zu spielen.“

Auch Peter Schütze war glücklich, haderte jedoch mit kleinen Widerwärtigkeiten. Denn der laue Sommerwind wehte den Vorhang munter um die Schauspieler und sorgte für Nebengeräusche in den Mikrofonen und den Lautsprecherboxen. Aber das sind Open-Air-Begleitumstände, die, ebenso wie die knarrende Wetterfahne, zum Schlosshof gehören.

„Eine wunderbare Vorstellung“, zeigte sich Maria-Theresia Konder, Vorsitzende des Freundeskreises, mit der Premiere zufrieden. Sie hatte in ihrer Begrüßung allen Sponsoren gedankt, die mit ihrer (finanziellen) Unterstützung die 58. Schlossspiele erst ermöglicht hatten.

Amüsiert kommentierte Paul-W. Beckmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Hohenlimburg, das Gerangel schlitzohriger Geschäftsleute und mittelloser Lebemänner um Geld und Schulden. „Wer seine Schulden zurückzahlt, verplempert sein Vermögen“, scherzte er deshalb.

Anneliese Hulvershorn lobte das gesamte Ensemble: „Alle Schauspieler waren heute hervorragend.“

Und Hagens Stadtkämmerer Gerbersmann orakelte zu Beginn: „Vielleicht kann ich noch etwas lernen?“ Konnte er. Denn die Akteure zeigten, wie „Mann / Frau“ auch ohne Geld gesellschaftlichen Standard und Ansehen wahren oder sogar ergaunern können.

 
 

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