Wie vor zwei Jahren - Purps gegen Klepper

Christoph Purps (links) und Jörg Klepper buhlen am Samstag erneut um das Amt des Kreisvorsitzenden.
Christoph Purps (links) und Jörg Klepper buhlen am Samstag erneut um das Amt des Kreisvorsitzenden.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Überraschung vor dem am Samstag anstehenden CDU-Kreisparteitag: Parteichef Christoph Purps muss sich der Gegenkandidatur von Jörg Klepper, aktuell sein Stellvertreter, stellen. Die Personalie stand am Montagabend im Mittelpunkt der CDU-Kreisvorstandssitzung.

Hagen.. Damit kommt es zum selben Duell wie im Juni 2012, als es um die Nachfolge der auf eigenen Wunsch ausscheidenden Vorsitzenden Carmen Knollmann ging. Damals konnte sich Purps bei zwei Enthaltungen nur denkbar knapp mit 42:39 Stimmen gegen seinen erneuten Herausforderer aus Boelerheide durchsetzen.

„Ich erwarte auch diesmal ein enges Ergebnis“, möchte Klepper im Vorfeld des anstehenden Duells gar keine schmutzige Wäsche waschen oder gar als Spalter verstanden werden. „Mir geht es vor allem um eine bessere Kultur des innerparteilichen Miteinanders“, setzt der Vorsitzende der Ortsunion Boelerheide auf breite Teamarbeit im Kreisvorstand sowie mit den Ortsunionen.

Teamarbeit

Purps habe seinerzeit nach seiner Wahl die Geschlossenheit und Zusammenarbeit beschworen, erinnert Klepper. Brücken sollten gebaut werden, um die aufgerissenen CDU-Gräben zwischen den Dehm-Jüngern und -Kritikern zu überwinden. „Nach meiner Wahrnehmung ist es jedoch bis heute nicht gelungen, die Strömungen zusammenzuführen“, würde sich der CDU-Ratsherr wünschen, dass die Basis künftig frühzeitiger in politische Strategieprozesse eingebunden wird. Kritik dürfe nicht länger als Majestätsbeleidigung aufgefasst werden. „Wir müssen wieder enger zusammenrücken und das Wir-Gefühl stärken“, möchte Klepper vor allem die jüngere Garde wieder in die Parteiarbeit integrieren. „Da sind wird in der Bezirksunion des Hagener Nordens schon deutlich weiter.“

Meinungsvielfalt

Parteichef Christoph Purps gibt sich angesichts seines Herausforderers, mit dem er zuletzt im Parteivorstand ein „unaufgeregtes Miteinander“ gepflegt habe, derweil betont gelassen: „Das ist in einem demokratischen Prozess ganz normal. Natürlich ist es sein gutes Recht zu kandidieren, andere Meinungen müssen auch gehört werden.“ Eine Partei lebe von anderen Vorstellungen. Gerade in Zeiten, in denen es weniger um Wahlkämpfe, sondern um inhaltliche Aufgaben gehe, sei Meinungsvielfalt besonders wichtig, argumentiert Purps vor allem mit Blick den Diskussionsprozess rund um das CDU-Zukunftspapier „Hagen 2030/2.0“. Ansonsten gehe er „angesichts der guten Erfolge, die wir haben, davon aus, dass es erneut für eine Mehrheit reicht“.

 
 

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