Wichteln für alle im Bahnhof

Dortmund..  Im Dortmunder Hauptbahnhof ist schon am 7. Dezember (kommenden Sonntag) Weihnachten. An diesem Tag beschenken sich dort Fremde. Jeder bringt ein Geschenk mit. Jeder bekommt ein Geschenk. Die Eventagentur Et voilà lädt bereits zum vierten Mal zum Flashwichteln ein.

Diese Aktion fällt unter die Kategorie der Flashmobs. Dabei treffen sich Menschen an einem bestimmten öffentlichen Ort und tun, mal spontan, mal geplant, verrückte Dinge. Manchmal tanzen sie, manchmal singen sie, in Dortmund schenken sie. Weihnachten, so der Gedanke hinter dem Flashwichteln, ist die Zeit der Herzensfreude, die Zeit der Liebe, die Zeit, in der man miteinander teilt. Durch das gegenseitige Schenken an völlig Fremde, soll jeder die Chance haben, einen anderen glücklich zu machen.

Idee kommt aus Köln

Die Idee kommt aus Köln, in diesem Jahr machen schon 18 Städte mit – und zwar gleichzeitig. Um 16 Uhr startet die Aktion im Hauptbahnhof und an 17 weiteren Standorten in diesem Land. „Es geht ganz schnell“, sagt Bruno Hirschmann, Geschäftsführer von Et voilà. Nach ein paar Minuten ist der Geschenkezauber schon wieder vorbei.

Und so funktioniert es:

Jeder, der Lust hat mitzumachen, sucht ein schönes Geschenk und packt es ein. Da auch Kinder mitmachen, sollte es jugendfrei sein, erinnert Bruno Hirschmann. „Ansonsten ist alles erlaubt, was Spaß macht.“ Es darf gern Selbstgebasteltes sein, „alles, wovon man glaubt, dem anderen damit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

Treffpunkt ist am 7. Dezember, Eingang Freistuhl. Dort wird eine kleine Weihnachtsmütze liegen. Um Punkt 16 Uhr ertönt ein Startsignal, dann werden alle Geschenke gleichzeitig dort hingelegt, wo die Mütze liegt.

Anschließend treten alle wieder einen Schritt zurück und warten auf ein weiteres Signal: Dann dürfen die Teilnehmer ganz flink noch einmal zum Geschenkeberg rennen und sich ein Präsent, das nicht das eigene ist, aussuchen, auspacken – und sich freuen.

In den letzten Jahren hätten zwischen 30 und 50 Menschen mitgewichtelt, sagt Hirschmann. Dieses Jahr hofft er auf noch mehr glückliche Gesichter.

 
 

EURE FAVORITEN