„Weltweit gibt es vom Ford OSI nur noch 200 Exemplare“

Ein echter Ford-Fan. Klaus Fischer in seinem OSI.
Ein echter Ford-Fan. Klaus Fischer in seinem OSI.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Er heißt Klaus Fischer und trägt somit einen prominenten Namen. Und weil nach einem alten lateinischen Sprichwort Nomen manchmal auch Omen ist, hat sich der bekennende Schalke-04-Fan schon immer für Fußball interessiert. Seine große Liebe und Leidenschaft galt jedoch von frühester Jugend an den Autos. Und zwar der Marke Ford.

So war es für ihn eine glückliche Fügung, dass er einst im Autohaus Könnecker einen Lehrvertrag erhielt und von Stund’ an das machen durfte, wonach ihm der Sinn stand: schrauben und schweißen an Ford-Fahrzeugen. „Die Liebe zu dieser Mark ist nie erloschen“, bekennt der fast 64-Jährige, der noch immer in der Automobilbranche tätig ist.

Es war das Jahr 1966. Da stellte Ford beim Automobilsalon in Genf ein neues Modell vor: einen Ford OSI. Ein Coupé des damaligen italienischen Herstellers „Officine Stampaggi Industriali“. Mit diesem wollten die Kölner den in diesem Fahrzeugsegment führenden Mitbewerbern ein bisschen Konkurrenz machen. Das gelang nicht, denn bereits im Jahr 1968 musste OSI Insolvenz anmelden. „Es wurden insgesamt auch nur rund 1300 Fahrzeuge zugelassen. Die Preise lagen zwischen 14900 Mark und 15200 Mark“, weiß Klaus Fischer.

Bereits 1974 einen OSI erworben

Dennoch konnte er sich seinen OSI-Traum erfüllen. Und zwar im Jahr 1974. „Ein wunderbares Auto“, schwärmt er. „Das hat eine Anhängerkupplung erhalten und dann sind wir mit einem Boot in den Süden gefahren.“

Die Freunde an seinem OSI dauerte jedoch nur drei Jahre. Denn nach einem schweren Verkehrsunfall war das Fahrzeug nicht mehr zu reparieren.

Doch alte Liebe rostet nicht. Am Osterwochenende im Jahr 2007 surfte Fischer im Internet. Und entdeckte einen Ford OSI, der in Unna angeboten wurde. Klaus Fischer erinnert sich noch genau. „Ich bin sofort hingefahren, habe das Auto gesehen und es sofort gekauft.“ Die Nachfrage nach diesen Liebhaberfahrzeugen ist nämlich gewaltig, denn weltweit, so seine Kenntnisse, soll es nur noch 200 Exemplare geben.

Ein „schweres Mädchen“

In den folgenden Monaten hat er aufgrund seiner beruflichen Qualifikation das Fahrzeug komplett zerlegt, nachgearbeitet und durch Besonderheiten wie Weißwandreifen aufgewertet. Deshalb befindet sich das „schwere Mädchen, das bei nur 90 PS einige Pferdestärken mehr haben könnte“, auch im gesetzteren Autoalter von fast 50 Jahren in einem absoluten Top-Zustand.

Wie andere Liebhaber von historischen Fahrzeugen nutzt Klaus Fischer seinen OSI in erster Linie an besonderen Tagen zu besonderen Ausfahrten und unterstreicht die Aussagen anderer Oldtimer-Fans: „Bei Regen nie.“

 
 

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