Wegsparen statt einer Neubesetzung

Dr. Josef Bücker von Hagen Aktiv.
Dr. Josef Bücker von Hagen Aktiv.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Die Freie Wählergemeinschaft Hagen Aktiv spricht sich dafür aus, die Stelle von Dezernent Dr. Herbert Bleicher, der Geschäftsführer beim Hagener Entsorgungsbetrieb wird, nicht neu zu besetzen.

Hagen.. Die Stelle des Beigeordneten Herbert Bleicher, der im Sommer in die HEB-Geschäftsführung wechselt, wird heute im Rat der Stadt zur Wiederbesetzung neu ausgeschrieben. Doch die Freie Wählergemeinschaft Hagen Aktiv kündigt ihren Widerstand gegen den Plan von Oberbürgermeister Jörg Dehm an.

„Wir beantragen zunächst eine Verschiebung dieser Entscheidung und möchten die Verwaltung auffordern, eine Neustrukturierung der Verwaltung unter der Führung von drei Beigeordneten plus Oberbürgermeister zu prüfen und zukunftsorientiert zu entwickeln“, so Fraktionschef Bücker. „Die Aussage von Oberbürgermeister Dehm, dass vier Beigeordnete zwingend erforderlich seien, reicht uns an dieser Stelle nicht.“ Die Kommunalaufsicht in Arnsberg komme zu einer ähnlichen Einschätzung.

Arbeitsvolumen reduziert

Hagen Aktiv führt weiterhin an, dass die Stadtspitze im Zuge der aktuellen Neustrukturierung der Fachbereiche und Ämter bereits erhebliche Verantwortungskompetenzen auf die mittlere Führungsebene übertragen und somit auch dort die Arbeit verdichtet habe. Aus Sicht der Fraktion Hagen Aktiv sei davon auszugehen, dass durch diese bereits realisierten Maßnahmen das Arbeitsvolumen im Verwaltungsvorstand höchstwahrscheinlich reduziert und die Beigeordneten folglich ebenfalls entlastet wurden.

Als Hauptargumente für die aktuelle Verwaltungsumstrukturierung nenne die Verwaltungsspitze die Anpassung an den demographischen Wandel, eine damit verbundene langfristige Personalreduzierung, die Generierung von Synergieeffekten und daraus resultierend einen Beitrag zur langfristigen und nachhaltigen Haushaltssanierung, erinnert Hagen Aktiv.

„Wir sind überzeugt, dass die vom Verwaltungsvorstand im Zuge der Umstrukturierung genannten Argumente auch für eine Neuaufstellung des Verwaltungsvorstandes gelten und demzufolge auch hier angewendet werden sollten“, so die stellvertretende Vorsitzende Nigbur-Martini weiter. „Die Kommunalaufsicht hat signalisiert, dass sie eine Reduzierung der Beigeordnetenstellen in das Ermessen der Stadt Hagen stellt, so dass wir diese einmalige Chance nutzen sollten.“

 
 

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