Von Schloss-Atmosphäre fasziniert

Dr. Barbara Ruschhoff-Thale (Kulturdezernentin LWL) möchte Schloss Hohenlimburg als hochrangiges Kulturgut nachhaltig sichern. Prof. Brian Switzer und Prof. Eberhard Schlag hören aufmerksam zu.
Dr. Barbara Ruschhoff-Thale (Kulturdezernentin LWL) möchte Schloss Hohenlimburg als hochrangiges Kulturgut nachhaltig sichern. Prof. Brian Switzer und Prof. Eberhard Schlag hören aufmerksam zu.
Foto: WP

Hohenlimburg.. Am frühen Donnerstagmorgen waren sie in Konstanz am Bodensee mit dem Bus gestartet. Am späten Nachmittag und am Abend stellte sie handverlesenen Personen - u.a. des Fördervereins Schloss Hohenlimburg, des Heimatvereins und des Schlossspielvereins - im Hagener Rathaus ihre Visionen vor, um damit ein neues Zeitalter für Schloss Hohenlimburg einzuläuten: 22 Studentinnen und Studenten der Hochschule Konstanz, die zusammen mit Prof. Eberhard Schlag (Architektur und Design) sowie Prof. Brian Switzer (Kommunikationsdesign) an die Volme gekommen waren.

Am späten Abend sollte noch ein Abstecher ins illuminierte Geisterschloss folgen. In jene Höhenburg somit, die die jungen Frauen und Männer im Oktober des vergangenen Jahres für zwei Tage aufgesucht und durchstreift hatten, um - nach Gesprächen mit dem Fürstenhaus - ihre Konzepte zu entwickeln. Als Grundlage diente ihnen dabei auch die bereits vor einigen Jahren mit Unterstützung der NRW-Stiftung erarbeiteten musealen Grundlagen von Christina Reinsch.

Welche Ideen, Konzepte und Visionen die Studenten entwickelt hatten, bleibt zunächst offiziell noch ein vom Fürstenhaus gehütetes Geheimnis. Bei der detaillierten Präsentation blieben die Medien nämlich ausgesperrt.

In einem internen Wettbewerb traten jedoch, so die offizielle Verlautbarung des Fürstenhauses - sechs Studententeams gegeneinander an. Zielsetzung dabei war, so Prof. Schlag, „aus etwas Altem etwas Neues zu entwickeln“, um den zukünftigen Besuchern ein barrierefreies Event-Schloss zu präsentieren.

„Das ist keine leichte Aufgabe“, bekannte Eberhard Schlag, der wörtlich von einer „harten Nuss“ sprach, die es zu knacken gelte, um die Höhenburg zu einer unverwechselbaren Marke für Hagen und für die Region zu machen.

Ziel solle es sein, so Rechtsanwalt Wrede (Fürstliche Kanzlei), in Zukunft jährlich 50 000 Besucher auf den Schlossberg zu locken,

Die Studenten jedenfalls zeigten sich fasziniert von der Atmosphäre und der Authentizität des Schlosses und von der Fürstenfamilie, die in den Vorgesprächen mit vielen Anekdoten und Geschichten hatte aufwarten können.

Und weil für die Konstanzer die Gedanken frei waren, sprach Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg von Aufbruchstimmung, von spannenden und zukunftsträchtigen Ideen, die auf ihre Umsetzung „warten“. Im Mittelpunkt stand dabei der Bergfried, der auf die Studierenden eine besondere Faszination ausübte und in den Entwürfen eine besondere Rolle spielt.

Jetzt wird eine Jury - u.a. um Prinz Bentheim, Julia Dettmann und Kanzleidirektor Wrede - entscheiden. Möglicherweise zieht ein Modell, möglicherweise sind es Bausteine aus allen Vorschlägen, die zu einem Zukunfts-Bild zusammengefügt werden.

Dr. Barbara Rüschhoff-Thale vom Landschaftsverband hofft, „dass mit einem nachhaltigen Museums- und Nutzungskonzept für Schloss Hohenlimburg ein hochrangiges Kulturgut nachhaltig gesichert wird. Verbunden mit einem wichtigen kulturellen Impuls für die Region.“

 
 

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