Volles Haus

Am für eine Samstagnachmittags-Veranstaltung geradezu idealen Wetter allein lag’s bestimmt nicht. Zugegeben - es lockten weder 30 Grad Hitze ins Freibad oder auf die schattige Terrasse, noch animierten grauer Himmel und Niesel­regen zu einem Abhäng-Tag auf der Couch. Vielmehr bot sich bei 22 Grad und „so lala-Wetter“ ein ­Museumsbesuch förmlich an.

Doch Hauptgrund des Ansturms aufs Kunstquartier war wohl eher die Tatsache, dass fast 50 Künstler, die in Hagen leben bzw. kreativ tätig sind, nun gemeinsam im Osthaus-Museum ausstellen. Und wenn die Schaffenden – schön, dass an die 40 Künstler bei der Vernissage selbst anwesend waren – Familie oder Freunde mitbringen, räumt das ordentlich.

Apropos Räume: Auf die (genauer gesagt auf die räumlichen Pro­bleme rund um die Klimatechnik im Kunstquartier) ging Kulturdezernent Thomas Huyeng ausführlich bei der Ausstellungseröffnung ein. Für zahlreiche der insgesamt 200 Besucher weit zu ausführlich, wie sie kopfschüttelnd und grummelnd kommentierten. Wesentlich patenter kam da Birgit Schulte, die prägnant und kurzweilig zur Eröffnung sprach, rüber. Vor allem, da die stellvertretende Direktorin des Osthaus-Museums über den Hintergrund der Gruppenausstellung und über die präsentierte Kunst sprach. Also über Dinge, die die Anwesenden interessierten.

Und dann? Dann strömten Künstler wie Gäste aus, nahmen Bilder, Fotografien, Objekte und Installationen mal bewundernd, mal irritiert, unter die Lupe und tauschten sich über das kreative Hagen, in dem doch manchmal viel mehr los ist, als landläufig postuliert wird, aus. Richtig so . . .

 
 

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