Umweltausschuss für Untervariante

Die drei Varianten der Trassenführung der 380-kV-Höchstspannungsleitungen.
Die drei Varianten der Trassenführung der 380-kV-Höchstspannungsleitungen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Jetzt ist noch einmal Bewegung in eine mögliche Trassenführung der vom Netzbetreiber Amprion geplanten 380-kV-Höchstspannungsleitungen durch Hohenlimburg gekommen. Die SPD hatte für die Sitzung des Umweltausschusses beantragt, dass Amprion aufgefordert werde, eine alternative Trassenführung zu der Vorzugstrasse durch Elsey oder zu der Variante Reh-Nord zu erörtern. Geschrieben - getan.

Einstimmig schloss sich der Ausschuss noch einmal der Forderung des Rates der Stadt Hagen an, der bereits dafür votiert hatte, für den Netzausbau in Hohenlimburg die Untervariante (blaue Linie) zu fordern. So hatte es bei einem Ortstermin im März 2013 auch der damalige Regierungspräsident Gerd Bollermann kommuniziert.

Einigkeit herrschte bei den Ausschussmitgliedern auch darüber, dass dieses Ziel nur gemeinsam zu erreichen sei, denn Amprion hatte sich gleich mehrfach dafür ausgesprochen, die vorhandene Trasse durch Elsey zu nutzen.

Fortgang des Verfahrens begleiten

Diese Meinung teilen die Umweltausschuss-Mitglieder nicht. Deshalb wurde ein „runder Tisch“ beschlossen, an dem zusätzlich zum Netzbetreiber Amprion auch die Vertreter aller Ratsfraktionen, von Behörden und von Organisationen teilnehmen, um nach einer Alternativlösung zu suchen. Der Umweltausschuss, so der einhellige Tenor, werde deshalb den Fortgang des Verfahrens begleiten und regelmäßig erörtern. In drei bis vier Monaten soll es erste Ergebnisse und somit weitere Gespräche geben. Eingebracht in die Diskussion hat sich aktuell auch Anne Stamm aus Garenfeld, die als Fachfrau für Energie an der Erarbeitung der Kompromisslösung der 380-kV-Strecke von Dortmund nach Garenfeld mitgewirkt hat.

Und was in Garenfeld gelang, so ihre Meinung, sollte auch in Hohenlimburg möglich sein.

„Die Bestandstrasse zu nutzen, ist für die Amprion die einfachste Variante. Doch davon sind 902 Häuser betroffen“, sieht sie deshalb eine unabdingbare Notwendigkeit, eine Alternativlösung zu erarbeiten. Doch von dieser könnten rund 100 Häuser auf der Reher Heide berührt werden.

„Der runde Tisch ist eine gute Lösung. Seit Jahren gibt es endlich wieder vernünftige Gespräche.“ Diese seien wichtig und unabdingbar. „Wenn alle an einem Strang ziehen, ist eine Alternativlösung machbar. Wie es gehen kann, haben wir in Garenfeld gesehen“, spricht Anne Stamm aus Erfahrung. Auch dort habe man nach vielen Gesprächen eine Lösung gefunden. Und das eine solche her müsse, ist für sie unumstößlich, schließlich gelte es die im Jahr 2011 eingeleitete Energiewende umzusetzen.

Deshalb sei es aktuell wichtig, alle Seiten zu hören. „Die Bürgerinitiative von Reh gehört dazu. Ebenso die von Elsey.“

Natürlich auch die Waldbesitzer, die diese Untervariante mittragen müssen. 22 an der Zahl. „Aber nur zwei sind aktuell dagegen“, weiß Anne Stamm aus den bisherigen Gesprächen. Deshalb gelte es, Überzeugungsarbeit zu leisten.

 
 

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