Tagesbruch in Hagen verschluckt fast einen 20-Jährigen

Tagesbruch am Bergischen Ring: Ein tiefes Loch tat sich unmittelbar neben der Sporthalle Mittelstadt auf.
Tagesbruch am Bergischen Ring: Ein tiefes Loch tat sich unmittelbar neben der Sporthalle Mittelstadt auf.
Foto: WP
Ein spektakulärer Tagesbruch hat am Donnerstagabend in Hagen Polizei und Rettungskräfte alarmiert. Neben der Sporthalle Mittelstadt tat sich plötzlich die Erde unter einem Bürgersteig auf. Das Loch ist mehr als 15 Meter tief. Aus Sicherheitsgründen ist der Bergische Ring gesperrt.

Hagen. Ein spektakulärer Tagesbruch hat sich gestern Abend gegen 19.14 Uhr am Bergischen Ring in der Innenstadt ereignet. Im Bereich des Gehwegs zwischen Lange Straße und Buscheystraße tat sich direkt an der Sporthalle Mittelstadt ein rund zwei mal zwei Meter breites und mehr als 15 Meter tiefes Loch auf. Selbst mit einer Taschenlampe gelang es Polizeibeamten nicht, bis auf den Grund des Kraters zu leuchten, um die Tiefe abzuschätzen. Dafür zeichneten sich Abzweigungen, eventuell alte Tunnel, ab.

Bergischer Ring gesperrt

Der Bergische Ring wurde noch am Abend für den Verkehr gesperrt. Auf den Pflastersteinen des Gehwegs zeichnete sich eine deutlich sichtbare Kante ab. „Wir können nicht ausschließen, dass sich auch unter der Fahrbahn Hohlräume gebildet haben“, erklärte Martin Echterling vom Ordnungsamt der Stadt Hagen die Maßnahme.

Wie lange die Sperrung der Hauptverkehrsstraße andauern wird, war gestern Abend nicht absehbar. „Das werden die weiteren Untersuchungen ergeben“, so Echterling. Die werden erst im Laufe des heutigen Vormittags durchgeführt. Auch ob die Sporthalle Mitte mit dem darunterliegenden Parkhaus in ihrer Statik beeinträchtigt ist, konnte gestern Abend nicht mehr untersucht werden.

20-Jähriger wird fast in die Tiefe gerissen

Großes Glück hatte ein 20-jähriger Hagener. Als er sich an die Außenwand der Halle lehnte, hatte sich das tiefe Loch zu seinen Füßen plötzlich aufgetan. Die Pflastersteine des Gehwegs verschwanden und rauschten mit Kubikmetern von Erde in die Tiefe.

Der junge Mann rutschte ab, konnte sich aber noch fangen und wieder zurück an die Oberfläche klettern. Außer einigen Schürfwunden trug er keinerlei Verletzungen davon. „Es ist gut, dass der junge Mann so sportlich war“, erklärte ein Polizist, „sonst wäre er vermutlich mit in die Tiefe gestürzt.“

 
 

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