Tag der offenen Tür für alle Interessenten

Gegenwärtig wohnen 200 Männer und Frauen aus dem Kosovo in der Regenbogenschule.
Gegenwärtig wohnen 200 Männer und Frauen aus dem Kosovo in der Regenbogenschule.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Gegenwärtig leben 200 Flüchtlinge aus dem Kosovo in der Regenbogenschule. Das teilte Klaus Gierke, Flüchtlingsexperte der Stadt Hagen, in der Sitzung der Bezirksvertretung mit. Betreut und versorgt werden diese vom DRK Hagen und von der Feuerwehr. Unterstützt von der Diakonie und auch der Hagener Hildegardisschule. Die Kosten trägt die Bezirksregierung. Diese zahlt auch das Taschengeld für die Flüchtlinge. Der Etat der Stadt Hagen wird somit nicht belastet.

Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) machte noch einmal deutlich, dass man diesen Flüchtlingen helfen müsse, die Interessen der Anwohner gleichzeitig aber nicht aus den Augen verlieren dürfe.

Diese klagen zunehmend über eine Lärmbelästigung in den Abend- und Nachtstunden. Darüber hinaus sei der Schulhof der Regenbogenschule nachts beleuchtet. Das würde insbesondere die Anwohner in den Häusern unterhalb der Schule belasten, weil diese nachts keine Ruhe finden können. Deshalb hätten einige Mieter bereits ihre Wohnungen gekündigt, um den Katernberg zu verlassen.

Auch Margarita Kaufmann, Beigeordnete der Stadt Hagen, ist diese Problematik bekannt. Sie wies aber noch einmal auf die Zuständigkeit der Bezirksregierung und auf die Aussage aus Arnsberg hin, dass diese Schule für die Unterbringung von Flüchtlingen gut geeignet sei. Kaufmann: „Wir haben jedoch Verständnis für die Anwohner. Wir wollen die Bürger nicht alleine lassen.“

Das wird die Betroffenen, insbesondere aber die Vermieter, die möglicherweise zunehmend über Leerstand und somit finanzielle Verluste klagen müssen, nicht zufrieden stellen.

Margarita Kaufmann machte aber auch deutlich, dass Hagen angesichts des Flüchtlingsstromes nach Deutschland („erwartet werden 500 000 Zuwanderer im Jahr 2015“) mit einem zusätzlichen Bedarf an 400 Plätzen rechnen müsse.

3500 Quadratmeter verfügbar

Deshalb stieß die Darstellung von Klaus Gierke bei den Bezirksvertretern auf Beachtung, dass nach einer Besichtigung der beiden AWO-Häuser am Trappenweg, die über eine Gesamtfläche von rund 3500 Quadratmetern verfügen, positive Signale von der Arbeiterwohlfahrt ausgegangen seien.

Darüber hinaus sei die Sanierung der Häuser an der Wilhelmstraße und der Unternahmer Straße fast abgeschlossen, so dass diese in den kommenden Wochen mit Flüchtlingen belegt werden können.

Ab 17 Uhr Informationsgespräche

Vorab wird die Verwaltung mit einem Tag der offenen Tür allen Anwohnern die Gelegenheit geben, sich in den Häusern zu informieren. Das soll am Mittwoch, 15. April, von 17 Uhr bis 19 Uhr möglich sein. Dann werden, so Gierke, ca. 15 bis 20 Experten anwesend sein, um Fragen zu beantworten und mögliche Probleme zu erörtern.

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