Sympathische Bands beim Seegeflüster in Hagen

Seegeflüster 2011:  Der Sänger der Band Sunrise Avenu: Samu Haber
Seegeflüster 2011: Der Sänger der Band Sunrise Avenu: Samu Haber
Foto: WR Theo Schmettkamp

Hagen. Es war ein tolles Wochende: Die sympathischen Bands, die bei der siebten Auflage des Hagener Seegeflüsters auf der Bühne standen, begeisterte die 6000 Konzertbesucher mit ihrer natürlichen Art.

Sie bewegen mit ihrer Musik nicht nur ihre Fans, sie sind musikalisch auf der der Höhe der Zeit, beherrschen ihre Instrumente und ihre Stimmbänder und stehen vor 6000 jubelnden, tanzenden und klatschenden Konzertbesuchern auf einer riesigen Bühne. Sicherlich, sie sind Stars, aber ohne Allüren.

Damit haben die Veranstalter der siebten Auflage des Seegeflüsters mit der Auswahl der Bands musikalisch wie menschlich wieder einmal einen Volltreffer gelandet. Denn obwohl die Jungs von „Sunrise Avenue“ am frühen Samstag Morgen um 5 Uhr in Helsinki in den Flieger stiegen, um für dieses eine Konzert nach Deutschland zu kommen, gab sich Sänger Samu Haber am Abend kurz vor seinem Auftritt äußerst gelassen. „Ich musste zwar sehr früh aufstehen, was mir gar nicht liegt, aber ich habe in einem schönen Hotel noch ein paar Stunden schlafen können. Wir sind fit.“ Sonntag ging es bereits wieder zurück in die finnische Heimat, denn die Deutschland-Tournee der Band startet erst im Oktober.

Die Band Juli bereitete sich im Freibad auf das Konzert vor

Seine Einschätzung, dass die Band live auf der Bühne noch besser ist als im Studio, stellten Samu Haber und seine erstklassigen Bandmitglieder Sami, Raul und Riku anschließend eindrucksvoll unter Beweis. „Jeder Tag und jedes Konzert ist anders. Aber hier ist es toll und die deutschen Fans sind die lautesten“, so der sympathische Sänger, der durchaus auch Bewunderung für seine muskulöse Figur zuließ. Auf die Frage, ob er denn dafür auch trainiere, fiel die Antwort ehe pragmatisch aus. „Ein bisschen Sport könne ja nicht schaden. Denn auf der Bühne muss man sich ja auch bewegen, und dafür braucht man Kondition.“ Die brauchten auch die Fans, die am Samstagmittag bereits ab 13 Uhr vor dem Tor des Hengsteybades standen, um Samu Haber in der ersten Reihe vor der Bühne bewundern zu können.

Ihre Kondition für das abendlich Konzert holten sich Juli-Sängerin Eva Briegel und ihre Musiker bereits am Vormittag im Schwimmbecken. „Schöner“, so die Sängerin, „können wir uns auf ein Konzert doch gar nicht vorbereiten. In der Sonne sitzen und dann ab und zu schwimmen gehen. Wir haben noch nie ein Konzert in einem Freibad gegeben, das ist einfach klasse.“ So klasse, dass die Gitarristen Simon Triebel, Jonas Pfetzing, Bassist Dedi Herde und Schlagzeuger Marcel Römer auch gleich nach ihrem schweißtreibenden Auftritt noch einmal ins Wasser sprangen, während Sängerin Eva Briegel das ausgelassene Planschen ihrer Band vom Beckenrand betrachtete.

Vielleicht dachte sie dabei bereits über ein neues Stück mit dem Titel „Nachtschwimmen“ nach, das die „Perfekte Welle“ ablösen könnte. Denn an Wasser mangelte es der Band nach eigener Aussage in diesem Sommer nicht. „Wir haben so viele Open-Air-Konzerte gegeben, bei denen es geregnet hat. Hier stimmt heute endlich mal alles.“

 
 

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