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Die Hauptschule am Remberg könnte zum Standort einer Sekundarschule werden.
Die Hauptschule am Remberg könnte zum Standort einer Sekundarschule werden.
Foto: WAZ FotoPool
Die Elternbefragung hat es an den Tag gebracht: Den totalen Systemwechsel, d.h. die Abschaffung aller Haupt- und Realschulen in der Stadt zugunsten von Sekundarschulen, wollen die Bürger nicht. Jetzt wird diskutiert, wo Sekundarschulen eingerichtet werden könnten.

Hagen.. Wie viele Sekundarschulen in Hagen gegründet und an welchen Standorten sie errichtet werden – darüber wird intensiv diskutiert, seitdem die Ergebnisse der Elternbefragung vorliegen. Die Stadtverwaltung hatte bekanntlich die Eltern aller Zweit- und Drittklässler um ihre Meinung zur Sekundarschule gebeten, immerhin knapp 80 Prozent der 3332 Fragebögen waren zurückgegeben worden, 292 Eltern hatten angegeben, ihr Kind „ganz bestimmt“ in einer Sekundarschule anzumelden, weitere 604 hatten „eher ja“ angekreuzt.

Im jüngsten Schulausschuss am Dienstag gab dessen Vorsitzende Ellen Neuhaus (CDU) noch einmal ihrem Bedauern Ausdruck, dass es nicht zu einem vollständigen Systemwechsel in Hagen komme werde: „Ich hatte mich ja dafür stark gemacht, dass wir alle Real- und Hauptschulen durch Sekundarschulen ersetzen. Die Eltern wollen es anders. Daran werden wir uns jetzt natürlich halten.“ Schuldezernent Christian Schmidt ergänzte, dass nun mindestens eine Hauptschule in Hagen erhalten bleibe: „Möglicherweise auch zwei.“

Noch sei keine Vorentscheidung gefallen

Zwar betonten mehrere Schulpolitiker, dass noch keine Vorentscheidung gefallen sei, doch deutet einiges darauf hin, dass zwei Sekundarschulen gegründet werden. Da die Zustimmung der Eltern in Haspe und Mitte am deutlichsten ausfiel, dürfte zumindest eine von ihnen in einem dieser beiden Bezirke liegen.

Die Planungsgruppe Remberg/Mitte warb unter den Schulpolitikern mit einem dreiseitigen Papier um ihren Standort. Die vorhandene Hauptschule sei bereits zum Ganztag ausgebaut, eine Mensa vorhanden, der bestehende Technik-Bereich saniert, so dass keine Umbaumaßnahmen in Millionenhöhe zu erwarten seien. Eine Sekundarschule werde den Bedürfnissen einer zunehmenden Zahl von Zuwanderern gerecht. Für eine Sekundarschule im Bereich Mitte spricht auch, dass es hier keine Gesamtschule gibt.

Eltern votieren für eine Sekundarschule in Altenhagen

Auch in Haspe, am Standort von Haupt- und Realschule in der Berliner Straße, ließe sich eine Sekundarschule ohne größere Investitionen bewerkstelligen. Anders stellt sich die Situation in Altenhagen dar. Zwar votierten hier die meisten Eltern für die Einrichtung einer Sekundarschule, doch es fehlen geeignete Räumlichkeiten für eine Mensa. Entweder müssten die Wände zwischen mehreren Klassenzimmern herausgebrochen oder die alte Turnhalle in eine Mensa umfunktioniert werden (letztere Variante wäre gewiss nicht im Sinne der ortsansässigen Sportvereine). „In Altenhagen müsste auf jeden Fall investiert werden, wenngleich das nicht eine Million Euro kosten muss“, so Jochen Becker. Der Leiter des Fachbereichs Bildung will aber nicht ausschließen, dass schließlich doch eine Sekundarschule in Boelerheide oder Hohenlimburg gebaut wird: „Wir denken über jede Variante nach.“ Viel Zeit dazu bleibt den Mitarbeitern in der Schulverwaltung nicht mehr, bereits in der ersten Junihälfte sollen sie einem ausgewählten Kreis von Mitgliedern des Schulausschusses ein tragfähiges Konzept unterbreiten. Und noch vor der Sommerpause muss der Stadtrat festlegen, wo 2014 die erste(n) Hagener Sekundarschule(n) eröffnet werden soll.

Die eigentliche Gretchenfrage wird allerdings erst im kommenden Frühjahr beantwortet, wenn die Viertklässler zu den weiterführenden Schulen angemeldet werden: „Erst dann haben wir endgültig Klarheit“, so Becker. Mindestens 75 Anmeldungen muss es geben, sonst wird eine Sekundarschule trotz aller Vorbereitungen nicht genehmigt.

 
 

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