Statt Massenprodukten gibt’s Einzelstücke im Freilichtmusuem

Kunsthandwerker  zeigen ihre Arbeiten im Freilichtmuseum.
Kunsthandwerker zeigen ihre Arbeiten im Freilichtmuseum.
Foto: WP Michael Kleinrensing
30 Handwerker und Designer stellen am Wochenende im Freilichtmuseum aus.

Hagen-Selbecke.. Ausschließlich professionelle Handwerker und Designer stellen in den urigen Fachwerkhäusern und an den Ständen im Freien aus. „Es handelt sich um keine Hobbyisten-Veranstaltung“, betont denn auch Uta Wenning-Kuschel, Sprecherin des Freilichtmuseums. „Wir wollen einen Bogen schlagen von den historischen Techniken zum modernen Handwerk.“

„Handwerk - Kunst- Design“, so ist die zweitägige Veranstaltung, die am Wochenende (19. und 20. Mai) im Freilichtmuseum stattfindet, überschrieben. Zum siebten Mal wird das Podium für hochwertiges Handwerk und Design im Mäckinger Bachtal auf die Beine gestellt. „Die meisten Aussteller sind zum ersten Mal dabei“, unterstreicht Wenning-Kuschel, „schließlich wollen wir den Besuchern stets interessantes Neues präsentieren.“

Ein Beispiel par excellence: die edel und filigran wirkenden Objekte der Wachsgestalterin Isa Skolny. In reinem Weiß gehalten und an Seerosen erinnernd, sind die Schalen, Teller, Pflanzgefäße und Windlichter echte Hingucker.

Kunsthandwerk aus Wachs und Holz

Die Objekte, die aus einer bestimmten Wachsmischung bestehen, sind formbeständig und für innen und außen geeignet. „Hitze kann den Wachsgefäßen ebenso wenig anhaben wie Kälte bis zu minus fünf Grad“, versichert die Künstlerin aus Dortmund. Eine besondere Faszination üben die Objekte bei Sonnenschein aus - dann leuchten die blütenweißen Schalen regelrecht - oder wenn die Windlichter durch eine Kerze ­illuminiert werden. Ein weiterer Reiz: Das Material wirkt nicht kalt und glatt, sondern erinnert an Papier in Crinkle-Optik.

Apropos Material: Kollegin Gesa Wilmsmann mag zwar derbes Material, arbeitet aber dennoch filigran. Die Künstlerin aus Dortmund, die ebenfalls am Wochenende einen Abstecher in die Selbecke macht, ist Holzbildhauerin. Faltenwürfe sind ihr Steckenpferd. Ihre Ausbildung zur Holzbildhauerin habe sie in Oberammergau gemacht, erzählt Gesa Wilmsmann, „aber ich bin keine traditionelle Herrgottschnitzerin, sondern eine moderne, um schönes Design bemühte Holzbildhauerin.“

Am Sonntag steht Papier im Vordergrund

Große Holzstämme bearbeite sie mit der Kettensäge, Feinarbeiten würden mit dem Holzschnitzeisen und dem runden ­Klüpfel (Holzhammer) bearbeitet. Zerknülltes Papier diene ihr als Modell für die Arbeiten aus Roteiche, Zwirbelkiefer oder Linde, die virtuose Formen und zahlreiche Flächen verbinde.

Flankierend zur Kunsthandwerkerausstellung findet am Sonntag der Papiertag statt. „Unsere Auszubildenden betreiben an diesem Tag die Papiermaschine und laminieren Papier zu Tischsets“, erläutert Thomas Dreesbach, Sprecher von Stora Enso. Der Papierhersteller aus Kabel ist Kooperationspartner der Veranstaltung. Außerdem gibt’s auf dem Gelände viele Mitmach-Aktionen rund ums Papier.

 
 

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