Staatsanwalt ermittelt gegen Ex-TWB-Chef

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Gegen den ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter der TWB Presswerk GmbH, Jörg Blecher, wird wegen Insolvenzverschleppung ermittelt. TWB Presswerk hatte im Oktober Insolvenz angemeldet und mittlerweile an die Prevent GmbH in Wolfsburg verkauft. 48 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Gegen den ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter der TWB Presswerk GmbH, Jörg Blecher, wird wegen Insolvenzverschleppung ermittelt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli im Gespräch mit unserer Zeitung: „Es besteht der Verdacht, dass ein Verstoß gegen die Insolvenzordnung vorliegt." Näher wollte sich Pauli zu den Vorwürfen gegen Blecher nicht äußern.

TWB Presswerk hatte im Oktober Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen mit Sitz in der Sedanstraße in Eckesey war nicht zuletzt wegen eines fragwürdigen Kredits, den die Geschäftsleitung aufgenommen hatte, in Schieflage geraten.

Mitarbeiter klagen gegen die Entlassung

Inzwischen wurde die Firma an die weltweit tätige Prevent GmbH mit Sitz in Wolfsburg verkauft, 48 der rund 500 Mitarbeiter wurden enlassen. TWB gilt als einer der führenden Hersteller von Autositzen und ist stark mit dem VW-Konzern verbunden.

28 der gekündigten Mitarbeiter haben inzwischen beim Arbeitsgericht gegen ihre Entlassung geklagt. Diejenigen von ihnen, die Mitglied der Gewerkschaft seien, hätten dabei Anspruch auf Rechtsschutz, sagte auf Anfrage Hubert Rosendahl, IG-Metall-Sekretär in Hagen. Die entlassenen Mitarbeiter bemängeln vor allem, dass bei der Aufstellung des Sozialplans Fehler gemacht worden seien.

 
 

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