Spitzengehalt im Konzern Stadt liegt bei 423.000 Euro

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Die Vorstände der Sparkasse Hagen stehen an der Spitze der Gehaltstabelle öffentlicher Unternehmen in Hagen. Das geht aus Anfragen hervor, die die WESTFALENPOST an die Geschäftsführer und Vorstände städtischer Tochtergesellschaften gestellt hat.

Hagen.. Die Vorstände der Sparkasse Hagen stehen an der Spitze der Gehaltstabelle öffentlicher Unternehmen in Hagen. Das geht aus Anfragen hervor, die die WESTFALENPOST an die Geschäftsführer und Vorstände städtischer Tochtergesellschaften gestellt hat.

Das Transparenzgesetz NRW regelt seit dem 1. Januar 2010, dass Bezüge und Provisionen von Vorständen und Aufsichtsräten in öffentlichen Betrieben veröffentlicht werden. Mit dem Vorstoß wollte die damalige Landesregierung Mauscheleien in Staatsbetrieben einen Riegel vorschieben. Die Allgemeinheit habe einen Anspruch zu erfahren, wofür die von ihr stammenden öffentlichen Mittel eingesetzt werden, sagte seinerzeit Finanzminister Helmut Linssen (CDU).

Vergütung der Aufsichtsräte

Diese WP hat die Chefetagen öffentlicher Unternehmen angeschrieben und die Bezüge jedes Mitglieds der Geschäftsführung mit erfolgsunabhängiger und erfolgsbezogener Bonifikation abgefragt. Außerdem werden die jährlichen Vergütung der Aufsichtsräte und die Entlohnung des Oberbürgermeisters und der vier Beigeordneten veröffentlicht.

Mit einem Salär von mehr als 423.000 Euro erhält Sparkassen-Chef Frank Walter die beste Vergütung im Konzern Stadt Hagen. Zum Vergleich: Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dortmund, die eine mehr als drei Mal so große Bilanzsumme aufweist und mehr als drei Mal so viele Mitarbeiter beschäftigt, bekommt Bezüge in Höhe 475.000 Euro.

900.000 Euro für drei Geschäftsführer

Zu den Besserverdienern zählen auch die Mitglieder der Geschäftsführung des Energieversorgers Enervie. Die drei Vorstände kommen zusammen auf ein Jahreseinkommen von 900.000 Euro. Als einziges öffentliches Unternehmen in Hagen gibt es bei Enervie derzeit keine Aufschlüsselung der Gehälter nach Personen. Als nicht an der Börse gehandeltes Aktienunternehmen sei man qua Gesetz zwar nicht verpflichtet, die Bezüge aufgeschlüsselt nach Personen zu veröffentlichen, sagte Unternehmenssprecher Andreas Köster. Seitens der Landesregierung sei man aber im Sinne der Transparenz gehalten, dies zu tun, da man „kommunal beherrscht“ sei. Die Entscheidung hierüber liege beim Aufsichtsrat, der darüber im Sommer tage. Dieses Aufsichtsgremium zählt zu den gefragtesten, da die Vergütungen entsprechend hoch sind.

Eine große Übersichtsgrafik mit sämtlichen Vergütungen finden Sie in der Samstagsausgabe (21. April 2012) der gedruckten Westfalenpost Hagen.

 
 

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