SPD setzt auf Stadtentwicklung mit Prioritäten

SPD-Fraktionschef Claus Rudel möchte den Gesprächsfaden zur Allianz nicht abreißen lassen.
SPD-Fraktionschef Claus Rudel möchte den Gesprächsfaden zur Allianz nicht abreißen lassen.
Foto: WP Michael Kleinrensing
  • Die Hagener SPD will den Erhalt der baulichen Infrastruktur in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken
  • Straßen und Brücken sollen mit Priorität modernisiert werden, um das Großstadtleben zu bewahren
  • Beides sei Grundlage, um Wirtschaft und Arbeitsplätzen eine langfristige Basis zu sichern.

Hagen.. Die Bewahrung der großstädtischen Infrastruktur, die Bereitstellung neuer Industrie- und Gewerbeflächen sowie die Bekämpfung der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit sind für die Hagener SPD die dominierenden Themen der nächsten Monate und Jahre. Das ist das Ergebnis einer ganztägigen Klausurtagung, zu der sich die Fraktion am vergangenen Wochenende im Arcadeon zusammengefunden hatte.

Straßen und Brücken bewahren

„Themen wie der Erhalt eines leistungsfähigen Straßennetzes und belastbarer Brücken, die Modernisierung von Schulen, die Reaktivierung von Brachflächen und die Entwicklung neuer Industrieflächen sowie die Entwicklung attraktiver Freizeitangebote müssen endlich in ein integriertes, gesamtstädtisches Stadtentwicklungskonzept münden“, weist Fraktionschef Claus Rudel darauf hin, dass die Politik sich dringend auf eine Prioritätenliste verständigen müsse, um ein lebenswertes Profil zu erhalten. „Dies dient der Schaffung von neuen und der Bewahrung bestehender Arbeitsplätze“, erinnert der Genosse angesichts der etwa 11 000 Jobsuchenden in Hagen daran, dass Infrastruktur und Beschäftigung den Kern jeder Stadtstruktur bilden. „Natürlich ist Brachensanierung ein wichtiges Thema“, ergänzt Fraktionsvize Werner König, „doch wir müssen auch wieder Industrieflächen ausweisen“, plädiert er – neben dem Böhfeld – für weitere Ansiedlungen rund um die Autobahn-Anschlussstellen Hagen-Süd (Haßley) und Haspe/Volmarstein.

Gleichzeitig will die SPD nach Duisburger Vorbild in Hagen eine Gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung etablieren. Diese soll, anders als der Werkhof, unter dem Wirtschaftsbetrieb angesiedelt werden und Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zurückführen. „Statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, müssen wir Beschäftigung bezahlen“, plädiert Rudel in dieser Frage für eine enge Verzahnung zwischen Handwerk, SIHK, Arbeitsagentur und Jobcenter.

Mit der Allianz auf Augenhöhe

Über diese Frage möchte die SPD mit der Allianz ins Gespräch kommen. „Allerdings nicht auf einem Stühlchen am Rande“, gibt sich Rudel selbstbewusst. „Wenn wir gute Ideen anbieten, müssen sich auch die anderen Parteien damit seriös auseinandersetzen. Die SPD ist vielleicht der Taktgeber in sozialen Fragen. Diese waren zumindest in der Vergangenheit auch der CDU und den Grünen nicht ganz fremd.“

 
 

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