SPD-Ortsvereine in Dahl und Eilpe wollen fusionieren

Hagen..  Die seit Monaten innerhalb der Hagener SPD geführte Diskussion über die Zusammenlegung von Ortsvereinen könnte schon bald zu einer ersten Fusion führen. Die Ortsverein Dahl und Eilpe-Delstern-Selbecke wollen bereits im kommenden Jahr zu einem neuen, schlagkräftigeren Ortsverband verschmelzen. „Wir stehen in guten Gesprächen“, berichtet Gerhard Pauli, Vorsitzender des Ortsvereins Dahl.

Gemeinsame Veranstaltungen

Damit die Mitglieder sich besser kennenlernen, sind zunächst gemeinsame Veranstaltungen geplant. Politisch-inhaltliche Differenzen sehe er nicht, so Pauli, doch habe jeder Ortsverein seine eigene Kultur: „Und das muss übereinander gebracht werden.“ Nach einer Phase der Annäherung solle 2015 der Zusammenschluss erfolgen.

Der Dahler Ortsverein der SPD zählt noch 60 Mitglieder, ist jedoch überaltert. „Und das ist das Problem“, so Pauli. Die jungen Leute würden sich kaum noch politisch engagieren wollen, es ziehe sie eher in die Sportvereine, die Feuerwehr, zu den Pfadfindern oder in den Posaunenchor. Die CDU in Dahl sehe sich ebenfalls mit dieser Herausforderung konfrontiert.

Monatliche Treffen

Auch die SPD Eckesey hat sich mit der vom Hagener Vorsitzenden Timo Schisanowski aufgebrachten Zusammenlegung von Ortsvereinen beschäftigt. Mit nur 20 Mitgliedern gehören die Eckeseyer zu den drei kleinsten Gruppierungen innerhalb der Partei. Bei den monatlichen Treffen sei durchschnittlich ein Drittel der Mitglieder anwesend, so Sven Söhnchen, Chef des Ortsvereins: „Somit sind sieben bis acht Mitglieder als aktive Mitstreiter anzusehen.“

Schon seit Jahren kommen die Ortsvereine im Hagener Norden zu gemeinsamen Treffen zusammen, um sich auszutauschen oder Vorträgen zuzuhören. Was liegt also näher, als diese Zusammenarbeit auch parteiorganisatorisch zu vollenden? Doch Söhnchen sieht die Gefahr, dass sich die Anzahl der aktiven Parteimitglieder weiter verringern könnte, wenn es nur noch einen großen Ortsverein im Norden gibt: „Längere Wegstrecken zu Monatssitzungen, die nicht mehr im eigenen Quartier stattfinden, werden für einige Genossen ein Grund sein, sich aus der aktiven Parteiarbeit zurückzuziehen.“ Allein schon wegen der räumlichen Nähe favorisiert er daher eine Fusion mit den benachbarten Ortsvereinen Vorhalle und Boelerheide. Und trotz der wenigen Mitglieder in Eckesey pocht er selbstbewusst auf eine Zusammenlegung auf Augenhöhe: „Der kleine Ortsverein Eckesey ist in keinster Weise der Part, der sich von einem größeren Ortsverein einverleiben lässt.“ Schließlich sei Eckesey als früherer Arbeiter- und heutiger Sozialstadtteil eine sozialdemokratische Hochburg, die Wahlergebnisse hätten stets zu den besten der Partei in Hagen gezählt.

 
 

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