Spaziergang führt durch Damaskus

Haspe..  Einen poetischen Spaziergang durch Damaskus mit Rafik Schami kann man am Sonntag, 14. Juni, um 19.30 Uhr in der Harkortschen Fabrik, Grundschötteler Str. 6, erleben.

Der Schriftsteller und begnadete Erzähler Rafik Schami will Damaskus in ganz besonderer Weise unseren Sinnen zugänglich machen. „Damaskus, das ist der Ort, nach dem ich Sehnsucht habe, der mich geprägt hat. Dann auch der Ort, an dem ich meine Figuren am leichtesten bewegen kann. Ich kenne dort alle Gassen, alle Straßen, alle Geräusche, Gerüche, das Licht“, so begründet Schami, der sein Heimatland nicht mehr betreten darf, seinen Wunsch, immer wieder von dieser Stadt zu erzählen.

Seine Geschichten werden nach wie vor in der syrischen Oppositionszeitung gedruckt, was ihm wichtig ist, um der Phantasiewelt der Menschen Hoffnung zu geben. Kaum jemand versteht es so wie er, das pralle Damaszener Leben, wie es seine Kindheit und Jugend geprägt hat, seinen Zuhörern und Lesern zum Erlebnis werden zu lassen.

Seit 1982 freier Schriftsteller

Angesichts der derzeitigen Lage in Syrien versagt auch ihm allerdings immer wieder der Erzählfluss. Er war 25 Jahre alt, als er nach Deutschland kam, um hier sein Chemiestudium fortzusetzen und zu promovieren – und vor allem: um zu schreiben. Seit 1982 lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller.

Heute gehört er zu den erfolgreichsten und beliebtesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, der für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. Dazu tragen auch seine Lesungen bei, in denen er Erzähl- und Fabulierkunst in der Tradition des arabischen Geschichtenerzählens entfaltet.

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