Sigmar Gabriel will "Preis für die Zukunft"

Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel besuchte zum Unesco-Welttag der Philosophie das THG und stand den Schülern Rede und Antwort.
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel besuchte zum Unesco-Welttag der Philosophie das THG und stand den Schülern Rede und Antwort.
Einen Preis für die Zukunft in der Gegenwart forderte Sigmar Gabriel gestern vor rund 250 Schülerinnen und Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Nur so könne ein Umdenken stattfinden.

Hagen.. Einen Preis für die Zukunft in der Gegenwart forderte Sigmar Gabriel gestern vor rund 250 Schülerinnen und Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Nur so könne ein Umdenken stattfinden. „Die Geringschätzung der Zukunft ist die Ursache vielen Übels um das sich die Politik aktuell kümmert“, erklärte der SPD-Chef im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Energie, Klima, Umwelt“.

Diese hatte ihn auf Einladung des örtlichen Bundestagsabgeordneten René Röspel (SPD) am Unesco-Welttag der Philosophie in die THG-Aula gelockt.

Gabriel erläuterte mit seinem Vortrag „Ökologische Industriepolitik für Arbeit und Umwelt“, dass Ökologie und Umweltschutz seit langem nichts mehr nur „für Gutmenschen“ sei, sondern alle angehe. „Wenn aktuell sieben Milliarden Menschen und in 50 Jahren über neun Milliarden Menschen in einer industrialisierten Welt leben möchten, so brauchen sie dafür Rohstoffe. Und die sind endlich.“

"Dürfen Europa nicht aufgeben"

Das sei ein immenses Problem, für innovationsfreudige Staaten wie zum Beispiel die Bundesrepublik aber auch eine Chance. „Wir als Deutschland und Europa können mit unserer Innovationsfähigkeit ein erfolgreiches Vorbild dafür sein, dass man auch mit Umwelt- und Klimaschutz wirtschaftlich erfolgreich sein können“, so Gabriel. „Und auch deshalb dürfen wir Europa nicht aufgeben.“

Um Vorbild sein zu können, müsse man allerdings auch Risiken eingehen. Etwa im Bereich der Speicherung von Kohlendioxid. „Wenn wir wollen, dass zum Beispiel China diese Technik nutzt, dann müssen wir da dran. Ansonsten bauen die Kohlekraftwerke ohne Abscheidetechnik“, prophezeit Gabriel. „Es gibt ohnehin keine risikofreie Technologie. Es geht immer um eine Abwägung bestehender Risiken.“

Nebenbei die Welt retten

Schlussendlich war es dem Bundespolitiker ein Anliegen, den Schülern klar zu machen, dass alle Bemühungen im Umweltbereich ohne Energieeffizienz ins Leere laufen. „Das ist das A und O, daran kann die Energiewende scheitern“, beschwor er die Schüler, während vor der Tür seine Dienstlimousine mit laufendem Motor auf ihn wartete.

Um die Schüler nicht vollends zu desillusionieren, hatte er auch noch einen guten Tipp parat: „Gehen sie in Technologieberufe. Dann haben Sie einen sicheren Job und sie helfen ganz nebenbei mit, die Welt zu retten.“

 
 

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