„Schwerter Söldner“ besetzen den barocken Garten am Hohenlimburger Schloss

Museumsnacht
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Foto: WP

Hohenlimburg.  Die Zeiten erbitterter Schwertkämpfe sind auf Schloss Hohenlimburg längst Geschichte. Oder etwa nicht? Die „Schwerter Söldner“ besetzten den barocken Schlossgarten und ließen die Museumsnacht zu einem Erlebnis werden.

Ausgestattet mit Kettenhemd, Schwertern und allem was das mittelalterliche Herz begehrt, führten die „Söldner“ zahlreiche Schlossbesucher in die Lebensgewohnheiten von Rittern und Bürgern jener dunklen Zeit ein.

„Wir orientieren uns sehr dicht an der Geschichte des Mittelalters und versuchen es so realitätsnah wie möglich darzustellen“, wusste der „Hauptmann“ Karsten Urban (48), der seinen bürgerlichen Namen für einige Stunden ablegte und unter dem Synonym Freiherr zu Wanthoff Rede und Antwort stand.

„Wir sind im Schwertkampf ausgebildet und demonstrieren Kampfdarbietungen mit unterschiedlichen Waffen“, so der Freiherr, der unter anderem von seiner Frau Sabine Spieker (49, „Kundryn von Kerkhörde“) und seinem Sohn Christoph (29, Christoph zu Wanthoff) begleitet wurde.

Für den geistlichen und medizinischen Beistand sorgte Ralf Koch vom „Lazarusordenshaus zu Remissgeyd“, bei den Söldner besser bekannt unter dem Titel „Heribert von Wenden“. Treuer Weggefährte der Söldner war der 13-jährige Ziegenbock Lukas.

Die schauspielerischen Darbietungen begeisterten auch einige Besucher. So liefen die Söldner durch das Schloss und ließen spontan die Klingen sprechen und sorgten für eindrucksvolle Showeinlagen.

Im Zeitraum von 18 bis 24 Uhr erwartete die Besucher der zweiten Hagener Museumsnacht auf der alten Burganlage ein ebenso ausgefeiltes wie abwechslungsreiches Programm. Neben den Führungen durch das Schloss und das Kaltwalzmuseum, konnten die Gäste auch an einer Zaubershow im Fürstensaal teilnehmen oder sich den Bauchtanzdarbietungen der Tanztruppe „Cassiopeia“ hingeben.

Die Angebote waren für kleine und große Schlossbesucher gleichsam attraktiv. Schlossmanagerin Julia Dettmann zeigte sich zufrieden.

„Wir haben mit knappem Budget einige schöne Angebote stricken können und hoffen, dass es den Besuchern gefällt“, so Julia Dettmann.

Luca (5), Marcel (7) und Marvin (12) staunten über die vielen Sehenswürdigkeiten. Besonders interessant fanden sie die alten Maschinen im Kaltwalzmuseum, die am Freitagabend zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen wurden.

Gustav Plötz (73) ist bereits seit 18 Jahren für das Geschehen im Kaltwalzmuseum mitverantwortlich und freute sich besonders über den Besuch einiger Kinder.

„Ich erkläre ihnen gerne, wie die Maschinen funktionieren und was man mit ihnen gemacht hat“, so das „Urgestein“, der das Zusammentreffen von Jung und Alt bravourös meisterte.

Die Betreiber des Schlosses konnten die zweite Museumsnacht bestens nutzen, um ihren Besuchern die historische Anlage in all ihren Facetten näher zu bringen. Geschichte zum Anfassen.

 
 

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