Schwerter Kleinkunstpreis für The Magnets

Schwerte..  Zwei Fans – Elly und ihre Freundin – hatten The Magnets aus England mitgebracht. Nötig gewesen wäre das nicht, um die Rohrmeisterei zu füllen. Kaum ein Platz blieb frei. An die 500 Besucher bereiteten den 22. Kleinkunst-Preisträgern am Wochenende einen begeisterten Empfang. „Es freut mich, dass Sie so eine enthusiastische Stimmung mitbringen“, hatte Moderator Desimo schon bei der Begrüßung „Stadionatmosphäre“ verspürt. Und das, obwohl die Scheinwerfer auf der Bühne nur sechs leere weiße Stühle aus dem Dunkel rissen. Und einen Stehtisch mit einem blauen Tuch, unter dem sich die Umrisse der Leuchtplastik abzeichneten, mit der die Preisträger seit 1991 ihr Trophäenregal schmücken.

Desimos zweites Mal

Wie es sich anfühlt, die neonfarbene Skulptur in den Händen zu halten, wusste Desimo ganz genau. Schließlich hatte er 1999 als Mitglied der Plebsbüttel Company selbst schon einmal die Schwerter Kleinkunstkrone errungen. Damals noch im schwitzigen Giebelsaal: „Erinnern Sie sich noch?“ Etliche Hände im Publikum schnellten hoch.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr waren mehr die Zauberkünste Desimos mit Banknoten im Gedächtnis geblieben, die er liebend gern vom Meister gelernt hätte: „Wir sind eine arme Stadt – Geld zaubern wäre da gut.“

Für das Preisgeld an die A-cappella-Truppe – satte 5000 Euro – war aber ohnehin Sparkassenvorstand Dr. Uwe Trespenberg zuständig. Auch wenn es nicht die gewohnten Pfundnoten waren, wurden sie von Nicolas Doodson, Michael Welton, James Fortune, Andrew Frost, Stephen Trowell und Fraser Collins stolz ins Rampenlicht gereckt.

Ein paar Fotos, minutenschneller Bühnenumbau und dann kam der Moment, den die Besucher herbeigesehnt hatten. Musikalisch perfekt und originell präsentierten The Magnets noch einmal ihr Programm „Homegrown“, mit dem sie im Herbst 2011 schon einmal ihre Zuschauer zum Jubeln, Kreischen und Tanzen brachten.

Nur mit der Kunst ihrer Stimmen – ohne Playback oder untergeschummelte Bässe bereiteten sie einen Kleinkunst-Abend der Extraklasse. Bevor sie in Richtung Frankfurt, Hamburg und Berlin aufbrachen, die in den nächsten Tagen The Magnets begrüßen.

 
 

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