Schüler engagieren sich mit „Bunt statt blau“ gegen Komasaufen

Hagen..  Die Krankenkasse DAK und die Fachstelle Suchtvorbeugung der Kommunalen Drogenhilfe Hagen suchen die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch. Unter dem Motto „Kunst gegen Komasaufen“ läuft die Kampagne „Bunt statt blau“ zur Alkoholprävention noch bis Ende März.

2013 kamen bundesweit rund 25 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen insgesamt leicht zurückging, ist eine weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens geboten. „Bunt statt blau“ will kreativ über die Gefahren von Alkohol informieren. Alle Schulen in Hagen (Schüler von 12 bis 17 Jahren) können bis zum 31. März teilnehmen.

Beim Komasaufen gab es 2013 in Hagen mit 42 Betroffenen einen Rückgang um 36,4 Prozent. „Schon zehnjährige Kinder landen betrunken in einer Klinik“, sagt Elke Kampmann von der DAK. Seit 2010 haben bundesweit 62 000 Schüler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, darunter viele aus Hagen. Die Kampagne „Bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

Für interessierte Schulen bietet die Fachstelle Suchtvorbeugung Unterstützung bei weiteren Suchtpräventionsprojekten an. Nähere Informationen unter 2075661 oder bei Sabine.Michel@stadt-hagen.de.

Bundesjury wählt im Juni

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Band „Luxuslärm“den Bundesgewinner. Es gibt Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Auch Dr. Gerhard Koch, Chefarzt in der Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus, warnt vor den Risiken und den Ursachen des Alkoholmissbrauchs: „Wir haben hier oft Kinder und Jugendliche, die vorher an den Elbershallen waren und dort viel getrunken haben. Sprüche wie ,Wer nichts verträgt, ist kein Mann’ bringen die Kinder dazu, mehr zu trinken als sie vertragen. Oftmals ist nicht direkt ein Suchtpotenzial dahinter, jedoch ändert das nichts an den Folgen. Die Kinder landen trotzdem bei uns.“ Alkohol sei legalisierte Einstiegsdroge, bei der es wichtig sei, über die Risiken aufzuklären.

EURE FAVORITEN