Schnelle Entscheidung erwünscht, aber unwahrscheinlich

Eppenhausen. Die Verunsicherung im Umfeld der Bolohschule ist groß. Vor allem den Eltern brennen dabei mehrere Aspekte unter den Nägeln. Zum einen ist da die Frage, ob die Schüler verlässlich an der Bolohschule verbleiben können. Diese Unsicherheit ist den Eltern ganz eindeutig zu nehmen. Denn alle Kinder, die aktuell eingeschult wurden, werden ihre Grundschulkarriere im Boloh beenden können. Das steht fest.

Des weiteren stehen die Fragen nach dem weiteren Vorgehen bezüglich des Brandes und der notwendigen Betonsanierung im Raum. Der Brand im Sommer hatte mehrere Verwaltungsräume zerstört, die seither unbrauchbar sind und daher vom Rest der Schule mittels einer Holzwand abgetrennt wurden. Ob diese Räume mit Hilfe der fälligen Versicherungssumme wiederhergestellt werden oder lediglich die Trennung dauerhaft eingerichtet wird, ist eine ausstehende Entscheidung des Verwaltungsvorstandes. Noch gibt es jedoch Gesprächsbedarf mit dem Brandgutachter. „Wir fordern ausdrücklich, dass die Gelder der Versicherung alle gebäudespezifisch verwendet werden“, heißt es in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister und die Lokalpolitik.

Was das heißen soll, erläutert Hinrich Riemann, der sich sowohl im Stadtteilforum Eppenhausen als auch im Schulförderverein engagiert: „Wenn schon der Brandschaden nicht komplett renoviert werden soll, dann sollen die Gelder doch bitte in die fällige Betonsanierung fließen.“ Die sei laut des vom Förderverein beauftragten Gutachters Herbert Voss schon für knapp 80 000 € zuzüglich Mehrwertsteuer zu haben. Das sieht die zuständige Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) anders. In einem Schreiben an den zuständigen Beigeordneten verweist die GWH auf die eigenen Berechnungen. Demnach gebe es eine Alternative 1, die für zirka 25 000 € Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mit einer Wirkzeit von zwei Jahren abdecken. Eine Alternative 2 splittet sich in zwei Varianten auf: Für 870 000 bis 1 500 000 € wäre eine vollständige Instandsetzung für zirka zehn Jahre zu haben, für rund 3 200 000€ gäbe es die Deluxe-Variante mit einer 30-jährigen Haltbarkeit.

„Für die von uns vorgerechnete Maßnahme würden wir eine Gewährleistung für fünf Jahre übernehmen“, erläutert Herbert Voss. „Wir haben zudem Feinspachtel und Anstrich empfohlen. Die Wirkzeit dieser Variante ist dann größer als zehn Jahre.“ Dafür entstünden zusätzliche Kosten in Höhe von rund 20 000€; in Summe also ein Betrag von ungefähr zehn Prozent der GWH-Berechnungen. „Wir wünschen uns im Sinne der Eltern eine schnelle Entscheidung“, so Riemann. Ob diesem Wunsch mit Blick auf die entstehende Schulentwicklungsplanung entsprochen wird, dürfte fraglich sein.

 
 

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