Schloss neu gewappnet

Mit Stolz verweist Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg auf das neue Wappen in der Fassade des Schlosses. Das haben die Wandergesellen Andreas Bauer und Clemenz Keck gefertigt.
Mit Stolz verweist Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg auf das neue Wappen in der Fassade des Schlosses. Das haben die Wandergesellen Andreas Bauer und Clemenz Keck gefertigt.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Das fürstliche Wappen prangt wieder über der Eingangstür von Schloss Hohenlimburg. Und auch die daneben liegenden Fensterstürze sind saniert.

Es ist das Ergebnis einer ebenso gelungenen wie bemerkenswerten Gemeinschaftsproduktion von handwerklich ungemein geschickten Wandergesellen, des unermüdlichen Engagements von Heimatfreund Helmut König und der tatkräftigen Unterstützung vom Förderverein Schloss Hohenlimburg, von Sponsoren und von der Politik.

Das Wappen in der Fassade war kaum mehr zu erkennen, die Stürze eingestürzt. Das war in vergangenen Jahr das Signal für Helmut König, aktiv zu werden. Landesweit recherchierte er, um auf die Spur jenes Wappens des Fürstenhauses zu kommen, das das Gemäuer zierte. Gefunden wurde es letztlich im Eingangsbereich der reformierten Kirche Berchum, die Patronatskirche des Fürstenhauses. Geschaffen hatte es zu Beginn des 19. Jahrhunderts Fürst Emil

Um ein neues Wappen fertigen zu lassen, knüpfte Helmut König, seit Jahrzehnten Mitglied einer Zunft, Kontakt zu den beiden Wandergesellen Andreas Bauer und Clemens Keck. Die beiden 22-jährigen jungen Männer, die sich gemeinsam und getrennt seit eineinhalb Jahren auf Wanderschaft durch Afrika, Europa und allen deutschen Bundesländern befinden, schellten dann Anfang März an der Schleipenbergstraße bei König, um ihre Arbeit zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Helmut König überaus akribisch die Vorarbeit geleistet und mit dem Herdecker Steinbruchbetreiber Grandi einen Sponsor gefunden, der dieses Projekt maßgeblich unterstützte. Dort konnten die beiden Steinmetz-Gesellen, individuell abgestimmt, aus einem Sandsteinblock das Wappen klopfen. Wie viele Stunden sie dazu seit Anfang März benötigt haben, wissen sie nicht. „Irgendwann haben wir aufgehört zu zählen“, sagt Andreas Bauer. Deshalb ist der Wert dieser Arbeit nur schwerlich zu schätzen. „Ein Kostenvoranschlag belief sich auf 25 000 Euro“, so Helmut König.

Diesen Betrag hätte die Schloss Hohenlimburg gGmbH nicht stemmen können. Deshalb ist Julia Dettmann froh, dass nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ dieses außergewöhnliche Projekt realisiert werden konnte. Jetzt blickt der Hohenlimburger Löwe wieder in den Schlosshof, ergänzt von Elementen und Symbolen verschiedener Graf- und Herrschaften der Region.

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